Geschwindigkeitskontrollen : Rasende Berliner

Bei stadtweiten Geschwindigkeitsmessungen überschritten mehr als 75 Prozent der angehaltenen Fahrzeuge das erlaubte Tempolimit. Das waren allerdings nicht die einzigen Vergehen, die die Polizei bei ihren Kontrollen feststellte.

Polizei Raser
Null Toleranz. Geschwindigkeits- überschreitungen gelten immer noch als Hauptunfallursache. -Foto: ddp

BerlinJeden Tag kontrollieren Berliner Polizisten den Verkehr und jeden Tag registrieren sie zahlreiche Verstöße. Mit einem "massiven Kraftaufwand", so ein Sprecher der Polizei, ging die Polizei am Dienstag gegen Verkehrssünder vor. An 26 Stationen gleichzeitig wurden Kontrollen durchgeführt. In regelmäßigen Abständen änderten sie ihren Ort und arbeiteten mit den verschiedensten Messtechniken.

Ein endgültiges Fazit der Aktion kann die Polizei noch nicht ziehen, dafür müssten zunächst Statistiken ausgewertet werden. Aber die nackten Zahlen stehen bereits fest: Insgesamt 274 Pkw zog die Polizei während des gesamten Einsatzes aus dem Verkehr. Dabei wurden insgesamt 206 Geschwindigkeitsverstöße festgestellt und geahndet. Den Spitzenwert erreichte ein 54-jähriger Autofahrer, der auf der Stadtautobahn die Hermann-Gladenbeck-Brücke in Treptow mit 128 km/h statt der erlaubten 80 km/h passierte.

Zudem stellten die über 100 eingesetzten Polizisten insgesamt 28 weitere Ordnungswidrigkeiten fest, zum Beispiel Fahren ohne Gurt. Sechs Autofahrer müssen mit einem Bußgeld rechnen, weil sie mit dem Handy telefonierend ihren Pkw lenkten. Zudem wurde vier Fahrzeugen ein Mängelbericht wegen ihres technischen Zustandes ausgestellt. (tso)

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