Gewalt auf Spielplatz : Elfjähriger beschießt Kinder mit Luftpistole

Am Montag hat ein Elfjähriger in Wedding mit einer Soft-Air-Pistole auf andere Kinder geschossen, um Geld zu erpressen. Später steckte er einem Jungen brennende Streichhölzer in die Nase. Erst kürzlich hatte ein Siebenjähriger ein Kind mit einem Messer verletzt.

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Die erschreckenden Taten spielten sich am Montag auf einem Spielplatz in Wedding ab. Laut Polizei hatte ein Elfjähriger mehrere Mitschüler angegriffen und teilweise misshandelt.

Gegen 18 Uhr hatte der Junge zunächst eine Elfjährige auf einem Klettergerüst mit seiner Soft-Air-Waffe - einer Luftpistole, aus der Farbkugeln abgefeuert werden - bedroht und sie gezwungen, ihr Taschengeld heraus zu geben. Als das Mädchen sich davon aber nicht einschüchtern ließ, verschoss der Junge eine Salve Plastikkugeln: Dabei wurde eine bis dahin unbeteiligte zehnjährige Mitschülerin am Oberkörper getroffen.

Die verfehlte Elfjährige erschrak sich dabei so sehr, dass sie vom Gerüst fiel und mit ihrem Kopf gegen den der Zehnjährigen unter ihr prallte. Danach griff der Schütze zu einer Streichholzschachtel und ging auf den elfjährigen Bruder der bereits verletzten Zehnjährigen los. Laut Polizei steckte er ihm entzündete Streichhölzer mit der Flamme voran in die Nasenlöcher und lief davon.

Die drei verletzten Kinder entdeckten kurz darauf in der Nähe des Spielplatzes Polizeibeamte und schilderten, was passiert war. Vor allem die Mädchen, die zusammengeprallt waren, klagten über Kopfschmerzen und wurden noch an Ort und Stelle von der Besatzung eines Krankenwagens untersucht. Der verletzte Elfjährige, dessen Nase inzwischen zu bluten begann, wurde in einem Krankenhaus ambulant behandelt. Wie die Polizei mit dem mutmaßlichen Täter weiter verfährt, dazu gab es bislang keine Angaben.

Erst vorigen Donnerstag war ein Siebenjähriger auf einem Spielplatz in Lichtenrade mit einem abgebrochenen Küchenmesser auf einen Neunjährigen losgegangen. Der Ältere erlitt eine Schnittwunde im Gesicht, die genäht werden musste. Der siebenjährige Täter flüchtete, konnte jedoch wenig später von Polizeibeamten ausfindig gemacht werden. Wie ein Ermittler sagte, wohne der Siebenjährige in einem nahe gelegenen Kinderheim. Die Polizei habe ein Gespräch mit den zuständigen Erziehern geführt. Nähere Angaben dazu machte die Polizei nicht.

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