Gewalt im Nahverkehr : Blutige Auseinandersetzungen in Schöneweide und am Südkreuz

Am Freitagmorgen kam es auf dem S-Bahnhof Schöneweide und in der Ringbahnlinie S 41 zu Tätlichkeiten: Zwei Männer wurden durch Schnitte und Schläge verletzt.

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Beide Taten ereigneten sich laut Bundespolizei am Freitagmorgen gegen 9 Uhr. Im ersten Fall wurde ein 51-Jähriger auf dem Bahnsteig des S-Bahnhof Schöneweide von zwei Männern nach Zigaretten gefragt. Als der Mann keine Zigaretten herausgab, versuchten die Männer, den Rucksack des 51-Jährigen zu rauben. Nach Angaben der Bundespolizei wehrte sich der 51-Jährige; daraufhin soll einer der beiden Männer nach Aussage des Opfers ein Tapeziermesser gezogen und ihn mehrfach in den Unterarm geschnitten haben. Anschließend flüchteten die Männer mit einer S-Bahn in Richtung Stadtzentrum. Der 51-Jährige behielt seinen Rucksack, wurde aber festgenommen: Gegen ihn lagen laut Bundespolizei zwei offene Haftbefehle vor.

Der zweite Fall ereignete sich in der Ringbahnlinie S 41 zwischen den Bahnhöfen Tempelhof und Südkreuz. Ein 31-Jähriger und ein 38-Jähriger gerieten während der Fahrt in Streit; nach einer verbalen Auseinandersetzung, bei der sich die beiden gegenseitig beleidigten, schlug der Ältere dem Jüngeren mit der Faust ins Gesicht. Nach Angaben der Bundespolizei trug der 38-Jährige mehrere dicke Ringe an den Fingern, die die Schlagwirkung verstärkten. Der 31-Jährige erlitt stark blutende Verletzungen im Gesicht und musste ins Krankenhaus gebracht werden. Der Zug stoppte im Bahnhof Südkreuz, bis die Bundespolizei den 38-Jährigen festgenommen hatte. Er muss sich nun wegen gefährlicher Körperverletzung verantworten. Vier Züge der Ringbahnlinie hatten wegen des Einsatzes etwa zehn Minuten Verspätung.

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