Gewalt im öffentlichen Nahverkehr : Drei Männer in der U-Bahn angegriffen und verletzt

Drei Männer sind während der Fahrt in der U-Bahnlinie 8 von zwei Unbekannten am Montagabend angegriffen worden. Die Täter warfen eines der Opfer am Moritzplatz in Kreuzberg aus dem Zug.

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In der Berliner U-Bahn sind erneut Fahrgäste attackiert und verletzt worden. Die drei Fahrgäste im Alter von 26 bis 28 Jahren seien Berlin-Touristen aus Osteuropa gewesen, sagte ein Polizeisprecher. Am Montagabend waren sie in der U8 Richtung Alexanderplatz unterwegs. Kurz vor der Haltestelle Moritzplatz in Kreuzberg gerieten sie offenbar mit den beiden unbekannten Täter in Streit. Der Grund ist noch unklar, hieß es bei der Polizei. Die Auseinandersetzung eskalierte. Die beiden russisch sprechenden Täter schlugen auf die drei Männer ein. Am U-Bahnhof Moritzplatz warfen die Angreifer schließlich einen der Männer aus dem stehenden Zug. Die beiden anderen Männer wurden weiter geschlagen und getreten. Alle drei Opfer erlitten Prellungen. Eines von ihnen zog sich außerdem eine Schnittwunde zu, als seine Brille zerbrach. Die Angreifer flüchteten unerkannt. Die Angegriffenen fuhren noch eine Station bis zum Bahnhof Heinrich-Heine-Straße weiter und riefen dort die Polizei. Der Mann, der wegen seiner zerborstenen Brillengläser eine Schnittwunde erlitten hatte, ließ sich im Krankenhaus behandeln. Die Kriminalpolizei ermittelt. Ob Videobilder aus Überwachungskameras von dem Geschehen ausgewertet werden, sei nicht bekannt, sagte ein Polizeisprecher.

In den vergangenen Wochen war es in Berlin wiederholt zu Übergriffen in der U-Bahn gekommen. Im Februar und April hatte es zudem zwei äußerst brutale Überfälle auf Berlins U-Bahnhöfen gegeben, bei denen die Opfer schwer verletzt wurden.

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