Gewaltsame Zusammenstöße : Großeinsätze der Polizei in Wedding und Tempelhof

Nahe dem U-Bahnhof Ullsteinstraße gerieten zwei Männer in Streit. Da sich viele Zuschauer einmischten, war ein Großaufgebot von Beamten notwendig, um die Situation zu beruhigen. Bereits am Sonntag war es im Wedding zu einem ähnlichen Vorfall gekommen.

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Zu einem größeren Polizeieinsatz kam es am Montag auf dem Mariendorfer Damm. Laut Polizei war es auf einem Spielplatz in der Nähe des U-Bahnhofs Ullsteinstraße zum Streit gekommen. Dabei soll ein Mann gegen 18 Uhr einen anderen mit einem Messer bedroht haben. Nach dem Eintreffen der Polizei war der angeblich Bedrohte verschwunden. Der mutmaßliche Täter versuchte zu flüchten und warf dabei eine Bauchtasche mit Betäubungsmitteln und Geld von sich. Er wurde vorläufig festgenommen. Da sich viele Zuschauer einmischten, war ein Großaufgebot von Beamten notwendig, um die Situation zu beruhigen.

Bereits am Sonntagabend war es in Wedding zu einem Großalarm der Polizei gekommen: Ein Anrufer teilte mit, dass sich in der Amsterdamer Straße etwa 20 mit Schlagwerkzeugen bewaffnete Personen vor einem Wettbüro aufstellten. Sie trügen alle die gleichen Jacken, teilte der Anrufer noch mit. Als die Polizei eintraf, lief die Gruppe auf den Gehwegen beider Straßenseiten weiter und trennte sich dann.

Zwölf Männer wurden nach Polizeiangaben angehalten und überprüft. Einige davon verhielten sich aggressiv, sagte ein Sprecher. Zudem strömten etwa 40 bis 50 Schaulustige herbei, die durch laute Sympathiekundgebungen für die kontrollierten Männer die Stimmung anheizten. Wegen der unübersichtlichen Lage wurden Diensthundeführer mit ihren Tieren zur Unterstützung gerufen. Sie mussten jedoch laut Polizei dann doch nicht eingesetzt werden. Gegen die kontrollierten Personen wurden Anzeigen wegen Landfriedensbruch gefertigt, sie durften nach Aufnahme der Personalien gehen.

Nach Polizeiangaben gehören sie zu einer Gruppierung, die sich selbst „Streetfighters“ nennt. Die Polizei möchte nicht von einer Jugendgang sprechen, aber zumindest ein Teil der jungen Leute ist bereits kriminell in Erscheinung getreten.

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