Gewaltverbrechen in Berlin-Mariendorf : Getötete Frau ist identifiziert, Ermittler bitten um Hilfe

Vor einer Woche wurde der Leichnam der 39-jährigen Tunay Gültekin in ihrer Wohnung gefunden, ein Verdächtiger ist gefasst. Die Polizei braucht nun Hilfe bei der Klärung der Tatumstände.

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Foto: dpa/Patrick Pleul

Die Polizei hat am Freitagmittag ein Foto der getöteten Tunay Gültekin veröffentlicht, um die Ermittlungen zu den Hintergründen des Gewaltverbrechens voranzutreiben. Der Leichnam der 39-jährigen war am vergangenen Freitag in ihrer Wohnung in der Rixdorfer Straße 165 in Mariendorf gefunden worden, der Tagesspiegel hatte berichtet. Tunay Gültekin war nach derzeitigem Ermittlungsstand bereits Mitte Mai getötet worden. Der Leichnam war stark verwest, als er gefunden wurde. Zunächst war unklar, ob es sich bei der Toten tatsächlich um die 39-Jährige handelte. Diese Frage ist nun geklärt.

Die Ermittler interessieren sich für das Umfeld des Opfers

Die Mordkommission bittet Zeugen um Hilfe, die Tunay Gültekin kannten und Angaben zu ihrem Umfeld und ihren Bekannten machen können. Wer Tunay Gültekin im Mai noch gesehen hat, wird ebenfalls um einen Anruf bei den Ermittlern gebeten. Die Rufnummer lautet (030) 4664-911 444, alternativ ist die Mordkommission per Email an lka114-hinweis@polizei.berlin.de zu erreichen.

Verdächtiger war mit Papieren der Toten aufgegriffen worden

Die Polizei hatte kurz nach dem Fund der Leiche den mutmaßlichen Freund von Tunay Gültekin in Weißensee festgenommen. Der ebenfalls 39-jährige Mann ist verdächtig, seine Partnerin getötet zu haben. Von Mitte Mai bis Anfang Juni befand sich der Mann in stationärer Behandlung in einem Krankenhaus. Er hatte sich dort mit den Personalien der Getöteten ausgewiesen. Der Verdächtige soll gesundheitliche Probleme haben. Er wurde auf Anweisung eines Ermittlungsrichters in einer geschlossenen Einrichtung untergebracht. Weitere Details wurden von der Polizei unter Verweis auf die laufenden Ermittlungen nicht herausgegeben.

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