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Gleditschstraße : Stolpersteine in Schöneberg beschädigt

In der Gleditschstraße in Schöneberg wurden drei sogenannte Stolpersteine von Rechtsextremen beschädigt. Die Gedenktafeln erhielten längliche Einkerbungen.

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Die rechtsextremen Täter seien mit einem Schraubenzieher vorgegangen, hieß es bei der Polizei. Die Stolpersteine sind ein Projekt des Künstlers Gunter Demnig zur Erinnerung an die Opfer der NS-Zeit. Die Gedenktafeln sind kubische Betonsteine mit einer Kantenlänge von zehn Zentimetern. Auf ihrer Oberseite befindet sich eine individuell beschriftete Messingplatte. Sie werden in der Regel vor den letzten frei gewählten Wohnorten der NS-Opfer in das Pflaster des Gehweges eingelassen.

Inzwischen liegen Stolpersteine in über 500 Orten Deutschlands und in mehreren Ländern Europas. Finanziert werden die Stolpersteine durch private Spenden: Für 95 Euro kann jeder eine Patenschaft für die Herstellung und Verlegung eines Stolpersteins übernehmen.

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