Großeinsatz in Berlin-Staaken : Polizei entschärft Sprengstoff-Flaschen

In der Nähe einer Wohnanlage im Berliner Stadtteil Staaken sind heute morgen mehrere Flaschen mit selbst hergestelltem hochexplosivem Sprengstoff gefunden worden. Die Kriminalpolizei ermittelt.

Polizeieinsatz Staaken
Die Polizei musste die explosiven Flaschen direkt auf einer Grünfläche in einer Wohnanlage entschärfen. -Foto: ddp

BerlinWegen mehrerer Flaschen mit explosivem Inhalt hat es heute einen großen Einsatz der Polizei im Stadtteil Staaken gegeben. Die Gegenstände waren am Morgen auf einer Grünfläche in einer Wohnanlage am Baedeker Weg entdeckt worden, wie ein Polizeisprecher in Berlin sagte. Sie enthielten den Angaben zufolge selbst hergestellte chemische Substanzen, die eine Explosion auslösen könnten. Da sie "nicht handhabbar" waren, wurden sie von Spezialisten der Polizei am Ort des Geschehens abgebrannt. Verletzt wurde niemand.

Die explosiven Flaschen waren von einer Hausmeisterin gefunden worden, als sie eine Wiese zwischen zwei Wohnhäusern mähen wollte, wie der Sprecher weiter erläuterte. Sie seien so konstruiert gewesen, dass sie "unter Druck oder unter Hitzeeinfluss hochgegangen" wären, fügte der Sprecher hinzu. Die Ermittler seien sich sicher, dass die gefährlichen Gegenstände mit Absicht an den Stellen zwischen den Häusern deponiert wurden. Die Kriminalpolizei ermittelt.

Nur wenige Kilometer vom Badeker Weg entfernt, hatte es im Mai schon einen Vorfall mit einer Flasche mit explosivem Inhalt gegeben. Auf dem Gelände der ehemaligen Befestigungsanlage Fort Hahneberg hatten zwei Jugendliche die Plastikflasche angezündet. Die 17- und 18-Jährigen wurden dabei durch eine Stichflamme verletzt. Ob es einen Zusammenhang zwischen beiden Vorfällen gibt, wird nach den Worten des Polizeisprechers geprüft. (mit ddp)

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