Großrazzia : 39 Berliner Wohnungen nach Hehlerware durchsucht

Bei einer Großrazzia durchsuchte die Polizei am Montagmorgen 39 Wohnungen in Berlin nach Hehlerware. Die elektronischen Geräte sollten über das Internetauktionshaus Ebay verkauft werden. Fünf Tatverdächtige wurden vorläufig festgenommen.

BerlinUnter der Leitung des Landeskriminalamtes Berlin sind 39 Wohnungen in Berlin in einer großangelegten Aktion nach Hehlerware durchsucht worden. Fünf Tatverdächtige wurden vorläufig festgenommen. Auch in allen anderen Bundesländern außer Bremen wurden heute früh Wohnungen durchsucht, insgesamt waren 114 Wohnungen betroffen.

Zwei 22-jährige Männer aus Tempelhof und Moabit stehen im dringenden Tatverdacht, seit 2004 Telekommunikationsartikel, Computerhardware und hochwertige Unterhaltungselektronik mit Originalbelegen oder gefälschten Eigentumsnachweisen über das Internet angeboten und veräußert zu haben. Hierbei wurden sie von fünf Komplizen im Alter von 17 bis 24 Jahren unterstützt, die als Zwischenhändler fungierten. Unter anderem wurde ein Beamer im Wert von etwa 15.000 Euro zu einem Preis von 2.000 Euro verkauft. Der bisher festgestellte Gesamtschaden im Rahmen der 140 Ermittlungsverfahren liegt im fünfstelligen Eurobereich.

Außerdem wurden während der Ermittlungen Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz festgestellt, zu denen gegen einen der 24-Jährigen und den 17-Jährigen sowie vier weitere Männer zwischen 16 und 55 Jahren Verfahren eingeleitet wurden. Ihnen wird vorgeworfen, mit Cannabis gehandelt zu haben.

Bei den Durchsuchungen in Berlin wurden 16 Wohnungen, die den Tatverdächtigen zuzuordnen sind, aufgesucht. Dabei wurde umfangreiches Beweismaterial sichergestellt. Der 17-Jährige, zwei 22-Jährige, ein 24-Jähriger sowie der 55-jährige Mann wurden in ihren Wohnungen vorläufig festgenommen.

Auch in allen anderen Bundesländern außer Bremen wurden heute seit 6 Uhr insgesamt 114 Wohnungen der Produktkäufer durchsucht. Auch hier fanden die Ermittler zahlreiche Artikel, die von der Bande verkauft wurden. In Berlin waren rund 215 Beamte im Einsatz. Die Ermittlungen des Landeskriminalamtes dauern an.

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