Helfer niedergestochen : Er schützte Jugendliche und wurde attackiert

Bei mehreren brutalen Auseinandersetzungen sind in der Nacht zu Sonnabend drei Menschen schwer verletzt worden. Bei zwei Taten wurden Personen mit Messern angegriffen, die zuvor Zivilcourage gezeigt hatten und Unbeteiligte vor verbalen Attacken schützen wollten.

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Die erste Tat geschah am späten Freitagabend in Reinickendorf: An einer Haltestelle in der Aroser Allee hatten Jugendliche auf den Bus gewartet. Zwei unbekannte Radfahrer pöbelten die Jugendlichen an, ein 32-Jähriger forderte sie auf, damit aufzuhören. Daraufhin stieg einer der Männer vom Rad und stach mit einem Taschenmesser auf den arabischstämmigen Mann ein. Der Messerstecher und sein Komplize sollen polnisch gesprochen haben, sie flüchteten.

Im U-Bahnhof Leopoldplatz wurde am Sonnabend gegen 5.30 Uhr ein junger Mann von einem 25-Jährigen niedergestochen. Zuvor hatte der Täter in einem Zug andere Fahrgäste angepöbelt. Zwei Pärchen forderten den Mann auf, Ruhe zu geben. Nachdem die Bahn gestoppt hatte, verfolgte der Pöbler die vierköpfige Gruppe und trat einen 24-Jährigen zunächst zu Boden. Danach stach er mit einem Messer mehrfach in Schulter, Hals und Bein des am Boden Liegenden. Der Täter wurde wenig später festgenommen, alle Beteiligten sind Deutsche.

Nur wenige hundert Meter entfernt hatte es bereits eine Stunde zuvor eine Bluttat gegeben: In der Weddinger Schulstraße fügte um 4.20 Uhr ein 50-jähriger Deutscher einem 34 Jahre alten Libanesen schwerste Kopfverletzungen zu. Die Mordkommission wirft dem Täter versuchten Totschlag vor, er wurde festgenommen. Das Opfer liegt in einer Klinik im Koma. Das Motiv ist unklar, Ausländerfeindlichkeit scheide jedoch aus, hieß es im Polizeipräsidium.

Unterdessen hat ein Richter gegen zwei 22 und 24 Jahre alten Männer Haftbefehle wegen versuchten Mordes erlassen. Die beiden sollen am Freitagmorgen in der Weddinger Badstraße auf einen 19-Jährigen eingeschlagen, eingetreten und ihn dann mit einem Messer schwer verletzt haben. Die beiden wurden in Tatortnähe festgenommen. Wenig später stellte sich der 17-jährige Bruder eines der Täter der Polizei, auch er erhielt Haftbefehl wegen versuchten Mordes. Alle Beteiligten stammen aus der Türkei oder arabischen Ländern. Ha

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