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Hellersdorf : Zehnjährige versuchen Auto in Brand zu stecken

In Hellersdorf haben sich zwei Kinder an einem Skoda zu schaffen gemacht. Sie wollten das Auto in Brand setzen, doch eine Passantin bemerkte, was geschah. Die Kinder sind auch einer zweiten Tat verdächtig.

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Vor allem 2011 haben in Berlin immer wieder Autos gebrannt. Im November hat die Polizei zwei mutmaßliche Brandstifter festgenommen, die durch ihre Zündeleien eine heftige Explosion ausgelöst haben sollen. Neue Aufmerksamkeit erfahren die Autobrände nun, weil die Berliner Polizei bei einem Fall flächendeckend Handy-Daten ausgewertet hat.Weitere Bilder anzeigen
Foto: dapd
04.11.2011 20:21Vor allem 2011 haben in Berlin immer wieder Autos gebrannt. Im November hat die Polizei zwei mutmaßliche Brandstifter...

Die Polizei hat zwei zehnjährige Jungen in Hellersdorf gefasst, die am Donnerstagabend einen geparkten Skoda im Naumburger Ring angezündet haben. Eine Zeugin hatte die Kinder beobachtet, als sie sich mit einem Feuerzeug am Kühlergrill zu schaffen machten. Kurz darauf schlugen Flammen auf. Passanten hielten die beiden Jungen fest, bis die Polizei kam. Das Feuer konnte gelöscht werden, ohne dass ein nennenswerter Schaden entstand. Die Polizisten übergaben die strafunmündigen Kinder wenig später ihren Eltern.
Die Jungen stehen in Verdacht, auch für eine Autobrandstiftung am Dienstagabend in Hellersdorf verantwortlich zu sein. Dort hatten ein Anwohner und seine Bekannte von einem Balkon in der Stendaler Straße zwei Jungen beobachtet, die am Kühlergrill eines Opels hantierten, der dann in Flammen aufging. Die Kinder flüchteten. Den Zeugen gelang es, den Brand mit einem Feuerlöscher zu bekämpfen.

Die nun gefassten Jungen streiten die Tat vom Dienstag allerdings ab, sagte ein Ermittler. Mehrere Indizien sprechen für die Theorie der Ermittler: Die Tatorte liegen nur etwa 400 Meter voneinander entfernt. Die Art der Brandlegung sei identisch in beiden Fällen. Zudem liegen den Ermittlern die Beschreibungen der Zeugen vor. Beide Jungen sollen in der nahe gelegenen Zerbster Straße wohnen. Als Brandstifter seien zuvor noch nicht in Erscheinung getreten. Die Ermittlungen dauern an.

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