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Hetzjagd auf Giuseppe Marcone : Verteidigung plädiert für milde Strafe

Die Verteidigung im Fall von Giuseppe Marcone, der vor U-Bahn-Schlägern flüchtete und dabei auf dem Kaiserdamm von einem Auto überfahren wurde, hat ihr Plädoyer gehalten. Sie fordert eine deutlich geringere Strafe als die Staatsanwaltschaft.

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War es eine "Hetzjagd" oder nicht? Vor Gericht ging es dabei um den metergenauen Abstand zwischen Giuseppe Marcone und seinem Verfolger.Weitere Bilder anzeigen
Foto: dapd
29.03.2012 11:27War es eine "Hetzjagd" oder nicht? Vor Gericht ging es dabei um den metergenauen Abstand zwischen Giuseppe Marcone und seinem...

Ein halbes Jahr nach der tödlichen Flucht des 23-jährigen Giuseppe Marcone vor U-Bahnschlägern hat die Verteidigung für den Hauptangeklagten auf eine Strafe von 18 Monaten Haft plädiert. „Es war jedoch keine tödliche Hetzjagd, Giuseppe Marcone hat das Auto schlicht übersehen“, sagte einer der beiden Anwälte des 21-jährigen Ali T. am Montag.

Für T. seien die Folge nicht vorhersehbar gewesen, er trage aber eine Mitschuld. Er sei der Körperverletzung sowie der fahrlässigen Tötung schuldig zu sprechen. Ob die Strafe zur Bewährung ausgesetzt werden könne, möge das Gericht entscheiden.

Die Staatsanwaltschaft geht dagegen von einer tödlichen Hatz nach einem Angriff im U-Bahnhof Kaiserdamm aus und verlangte für T. viereinhalb Jahren Haft. Er und ein 22-Jähriger hatten Giuseppe Marcone und dessen Freund am 17. September 2011 aggressiv nach Zigaretten gefragt, dann angegriffen. Auf der Flucht war Marcone vor ein Auto gelaufen. Das Urteil wird am Donnerstag erwartet.

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