Hofbräuhaus in Berlin-Mitte : Gäste schlagen sich mit Sicherheitsleuten

Freitagnacht hat es im Hofbräuhaus in der Karl-Liebknecht-Straße eine Schlägerei zwischen Gästen und Sicherheitspersonal gegeben. Ein Gast sprühte mit Pfefferspray im Schankraum herum.

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Die Berliner Polizei (Symbolbild).
Die Berliner Polizei (Symbolbild).Foto: dpa

Als die Polizei gegen 21.50 Uhr vor dem Hofbräuhaus in der Karl-Liebknecht-Straße ankam, waren die meisten Gäste bereits auf den Bürgersteig geflüchtet. Eine "große Menschenmenge" habe die Beamten vor dem Hofbräuhaus erwartet, sagte ein Polizeisprecher. Die Leute waren nicht freiwillig von den Bierbänken aufgestanden: Zuvor hatten sich drei Gäste im Schankraum mit dem Sicherheitspersonal geschlagen, einer der Gäste hatte Pfefferspray eingesetzt.

Warum die Schlägerei ausgebrochen war, ist noch nicht endgültig geklärt. Zeugen sagten aus, einer der Gäste habe einen Bierkrug fallengelassen und sei daraufhin von einem Sicherheitsmann aufgefordert worden, das Gasthaus zu verlassen. Die Sicherheitsleute sagten, sie seien attackiert worden, als sie das Hausrecht durchsetzen wollten. Der Gast wiederum erzählte der Polizei, er sei sehr rüde von einem Sicherheitsmann angepackt worden und habe sich zur Wehr gesetzt.

Auf jeden Fall flogen die Fäuste. Beteiligt waren drei Gäste im Alter von 24, 31 und 32 Jahren und mindestens zwei Sicherheitsleute. Der 31-Jährige zog während der Schlägerei eine Dose mit Pfefferspray, sprühte damit herum und erwischte nicht nur einen Sicherheitsmann, sondern auch mehrere Unbeteiligte.

Am Ende des Einsatzes standen drei Anzeigen wegen gefährlicher Körperverletzung gegen die Gäste und eine Gegenanzeige wegen Körperverletzung gegen einen Sicherheitsmann. Zwei Menschen kamen ins Krankenhaus: ein 26-jähriger Sicherheitsmann wegen einer Platzwunde, eine unbeteiligte 21-Jährige wegen Atemwegsbeschwerden. Auch ein zweiter Sicherheitsmann hatte eine Platzwunde davongetragen - er ließ sich vor Ort behandeln. Ein weiterer unbeteiligter Gast musste sich die Augen ausspülen lassen, zwei Pfeffersprayverletzte lehnten eine Behandlung ab. Die drei Männer, die den Tumult ausgelöst hatten, wurden vorübergehend festgenommen und nach einer Blutentnahme wieder entlassen.

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