Hotelüberfall in Berlin-Reinickendorf : Wachmann lässt Räuber abblitzen

Zwei Männer haben in der Nacht zu Donnerstag ein Hotel in der Straße Alt-Reinickendorf überfallen. Sie sprühten Reizgas und wollten Geld - ein Wachmann ging aber nicht auf ihre Forderung ein.

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Foto: dpa/Patrick Pleul

Der Raubüberfall auf das Hotel der Kette "Ibis" ereignete sich in der Nacht zu Donnerstag um 2.20 Uhr. Die Tür zum Foyer war bereits verschlossen, als die Räuber ans Werk gingen. Also klingelten sie einfach. Laut Polizei waren die Männer nicht maskiert, schließlich sollten sie als Kunden durchgehen. Ein Wachmann öffnete und bat die vermeintlichen Gäste an die Rezeption. Einer der Männer folgte ihm an den Tresen, der andere blieb im Eingang stehen. Seine Aufgabe war es, während des Überfalls Schmiere zu stehen.

An der Rezeption sprühte der Räuber dem Wachmann sofort eine Dosis Reizgas ins Gesicht. Dann forderte er Bargeld. Der Wachmann ließ sich aber nicht von der Attacke beeindrucken. Auch das Messer, dass der Räuber am Gürtel trug und das nun vorgezeigt wurde, beeindruckte ihn wenig. Der Wachmann weigerte sich rundheraus, das geforderte Geld herauszugeben - und brachte den Räuber damit aus dem Konzept. Er brach den Überfall ab und flüchtete gemeinsam mit seinem Komplizen.

Der Wachmann musste sich die tränenden Augen in einer Klinik ausspülen lassen, wurde danach aber wieder entlassen. Das Raubkommissariat sucht die Täter.

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