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In der Havel bei Alt-Gatow : Vermisste Person: Polizei ermittelt wegen Fehlalarm

Auf einer Bank am Wasser wurden persönliche Sachen gefunden. Jetzt ermittelt die Polizei aber wegen "Missbrauchs von Notrufen" gegen den Hinweisgeber.

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Polizeitaucher suchen gelegentlich nach vermissten Personen, in diesem Fall waren allerdings Feuerwehrtaucher aktiv.
Polizeitaucher suchen gelegentlich nach vermissten Personen, in diesem Fall waren allerdings Feuerwehrtaucher aktiv.Foto: Paul Zinken/dpa

Neue Entwicklung im Fall der in der Havel vermissten Person: Wie eine Polizeisprecherin am Sonntag mitteilte, ermittelt sie inzwischen gegen den Hinweisgeber. Dieser sei bereits in der Vergangenheit wegen "Missbrauchs von Notrufen", ein Straftatbestand nach Paragraf 145 des Strafgesetzbuchs, der mit bis zu einem Jahr Gefängnis bestraft werden kann. Der Mann, der am Sonnabend die DLRG alarmierte, sei bereits in der Vergangenheit wegen ähnlicher Delikte aufgefallen.

Taucher der Berliner Feuerwehr hatten nach dem Alarm am Samstagmorgen in der Havel bei Alt-Gatow nach einer vermissten Person gesucht, aber niemanden gefunden. Nach rund einer Stunde sei die Suche abgebrochen worden, sagte ein Sprecher. Etwa 30 Feuerwehrleute waren bei dem Einsatz vor Ort. Die Mitarbeiter der Wasserrettungsstation des DRK an der Kleinen Badewiese hatten Polizei und Feuerwehr gegen 9.30 Uhr alarmiert, nachdem auf einer Bank "persönliche Sachen" gefunden wurden.

Erst vor einer Woche war in der Havel bei Gatow ein Mann untergegangen, nachdem er von einem Boot ins Wasser gesprungen war. Trotz intensiver Suche konnte der Mann nicht gefunden werden. Im Mai fiel ein Schiffsführer in den Teltowkanal und wird seitdem vermisst.

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