Insektenbefall : Wanzenplage in der JVA Lichtenberg

In der Justizvollzugsanstalt Lichtenberg ist der Wurm drin - oder die Wanze. Seit September ist die Einrichtung von den blutsaugenden Insekten befallen. Selbst eine von der Anstaltsleitung in Auftrag gegebene Desinfektion konnte den Tierchen nichts anhaben.

BerlinMit einer Wanzenplage kämpfen Kammerjäger derzeit in der Justizvollzugsanstalt in Lichtenberg. Das bestätigte der Sprecher der Senatsjustizverwaltung, Daniel Abbou. Mitte September hatten Häftlinge und Bedienstete auf die blutsaugenden Insekten aufmerksam gemacht, eine von der Anstaltsleitung in Auftrag gegebene Desinfektion blieb offenbar vorerst ohne Erfolg. Am Donnerstag wurden weitere Insekten entdeckt.

Ein Justizvollzugsbeamter vermutet, dass das Wanzenproblem hausgemacht ist. "Wir hatten bereits vor dem Umzug nach Lichtenberg in unserem alten Standort in Düppel zwei Intervalle von Insektenbefall", sagte der Beamte. "Da große Teile der Einrichtung in das neue Domizil mitgenommen wurden, gehen wir davon aus, dass sich die Tiere in den Möbeln eingenistet und den Umzug schlicht mitgemacht haben." Dies zeige deutlich, wie notwendig eine konsequente Bekämpfung dieser sehr resistenten Insekten sei.

Für den Menschen sind die Folgen von Wanzenstichen verhältnismäßig harmlos. Die Stiche erfolgen im Allgemeinen schmerzfrei und werden meist erst am nächsten Morgen nach dem Aufwachen bemerkt. Bei empfindlichen Personen können kleine Blutungen, Quaddeln oder Juckreiz entstehen. Unangenehm wirkt sich aber besonders der Gestank der Wanzen aus, der durch ihre Stinkdrüsen verursacht wird. (kk/ddp)

0 Kommentare

Neuester Kommentar