Jüdische Kita in Berlin-Charlottenburg : Kind gibt Schuss aus Waffe eines Wachmannes ab

Ein Kind des jüdischen Kindergartens "Gan Israel" am Spandauer Damm ist Montagmorgen an die Waffe eines Wachmanns gekommen. Ein Schuss löste sich. Niemand wurde verletzt.

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Foto: dpa/Patrick Pleul

In der jüdischen Kindertagesstätte "Gan Israel" am Spandauer Damm ist am Montagmorgen ein Schuss gefallen. Ein Kind war aus bislang ungeklärtem Grund an die Waffe eines Sicherheitsmannes gekommen; dabei löste sich gegen 7.20 Uhr ein Schuss. Das Projektil verletzte jedoch niemanden. Der Sicherheitsmann, mit dessen Waffe geschossen wurde, meldete den Vorfall hinterher selbst bei der Polizei.

Die ermittelt nicht. "Es liegt keine Straftat vor, es gibt kein Ermittlungsverfahren", sagte ein Sprecher. Der Sicherheitsmann sei kein Beamter oder Angestellter der Berliner Polizei, sondern bei einem privaten Sicherheitsunternehmen beschäftigt. Man werde einen Tätigkeitsbericht erstellen und an die Waffenbehörde übergeben. "Dort muss geprüft werden, ob der Vorfall Auswirkungen für den Sicherheitsmann hat."

Die Sicherheit in der jüdischen Einrichtung wird von der Jüdischen Gemeinde zu Berlin organisiert. Dort war man am Mittwochvormittag noch mit der Aufarbeitung des Vorfalls beschäftigt. Bestätigt wurde lediglich, dass ein Kind am Montagmorgen einen Schuss aus der Waffe eines Wachmannes abgegeben hat und dass niemand verletzt wurde.

Nach Angaben eines Sprechers fiel der Schuss nicht innerhalb der Einrichtung, sondern auf dem Hof des Kindergartens. Am frühen Mittwochnachmittag will die Gemeinde weitere Informationen liefern.

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