Jugendgewalt : Urteil gegen Schulparty-Schläger bestätigt

Der Bundesgerichtshof hat das Urteil gegen die drei Jungen, die auf einer Schulparty in Lichtenrade randalierten bestätigt. Die Täter waren wegen gefährlicher Körperverletzung zu zwei Jahren und elf Monaten bis dreieinhalb Jahren Haft verurteilt worden.

Berlin/KarlsruheDer Bundesgerichtshof hat das Urteil gegen die drei Hauptangeklagten wegen einer Schlägerei bei einer Schülerparty an einem Gymnasium in Berlin-Lichtenrade im Januar 2007 bestätigt. Der 5. Strafsenat habe die Revisionen als unbegründet verworfen, teilte das Gericht am Montag in Karlsruhe mit. Das Urteil des Berliner Landgerichts gegen die heute jeweils 18-Jährigen ist damit rechtskräftig.

Die drei jungen Männer waren Anfang September in einem nichtöffentlichen Prozess wegen gefährlicher Körperverletzung zu Jugendstrafen von zwei Jahren und elf Monaten bis dreieinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Ein damals 17-Jähriger wurde zugleich wegen versuchten Totschlags bestraft. Gegen einen vierten Angeklagten verhängte das Gericht eine Bewährungsstrafe von zwei Jahren. Da er auf Revision verzichtete, ist auch sein Urteil rechtskräftig.

Die Berliner Richter hatten es als erwiesen angesehen, dass die jungen Männer im Januar dieses Jahres fünf Personen, darunter einen Polizisten in Zivil, auf dem Gelände der Georg-Büchner-Oberschule schwer verletzt hatten. Die Täter traktierten ihre Opfer mit Faustschlägen, Gürteln, Tritten und Eisenstangen, weil ihnen der Eintritt zur Schuldisko verweigert wurde. Der Beamte, der als Elternvertreter vor Ort war, hatte schwere Kopf- und Gesichtsverletzungen erlitten. (bvdw/ddp)

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