Justiz : Zehn Jahre Haft für tödlichen Messerangriff

Ein 51-Jähriger ist am Dienstag wegen Totschlags zu zehn Jahren Haft verurteilt worden. Im vergangenen Jahr hatte der Mann einen Kollegen mit neun Messerstichen getötet.

BerlinWegen Totschlags hat das Landgericht Berlin am Dienstag einen 51-jährigen Mann zu zehn Jahren Haft verurteilt. Der gebürtige Iraker wurde schuldig gesprochen, einen 49-jährigen Landsmann im Juni vergangenen Jahres während eines Streits an dessen Arbeitsplatz in der Großküche eines Lankwitzer Krankenhauses mit neun Messerstichen getötet zu haben.

Obwohl der Verletzte sofort auf die Intensivstation des Krankenhauses gebracht wurde, starb der dreifache Familienvater an den Folgen eines Stichs in die Brust. Dem Urteil zufolge hatte der Mann dem späteren Opfer längere Zeit "hartnäckig" nachgestellt. Nach der Flucht seiner Ehefrau ins Frauenhaus hatte der 51-Jährige den Aufenthaltsort der Tochter erfahren wollen.

Mit dem Urteil folgt das Gericht dem Antrag des Staatsanwalts. Die Verteidigung hatte dagegen von Notwehr gesprochen und Freispruch gefordert. Dem Anwalt zufolge war sein Mandant von dem anderen Mann unerwartet mit der Glasflasche angegriffen worden. (jm/ddp)

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