JVA Tegel : Internet-PC im Gefängnis entdeckt

02.04.2009 00:00 Uhr

Ein halbes Jahr lang hat ein Gefangener der JVA Tegel die Justiz genarrt. Mit einem selbst montierten und gut versteckten Computer in der Zelle hatte der Mann seit Oktober über das Internet Kontakt nach draußen.

Erst am Dienstag wurde die in einer Regalkonsole verborgene Technik beschlagnahmt. Die Justiz bestätigte gestern entsprechende Informationen des Gefangenen. Ein Justizsprecher lobte den Eigenbau als „technische Glanzleistung“. So etwas habe man bislang nicht für möglich gehalten, hieß es.

Dem Vernehmen nach hatte Bernd R. für ein Fernstudium bis zum Herbst einen nicht internetfähigen Standardcomputer der Anstalt in seiner Zelle haben dürfen. Nachdem er das Studium abgebrochen hatte, baute er sich vor der Rückgabe des PC heimlich Teile  aus – was die Anstalt aber nicht bemerkte. „Ich hatte nur das Gehäuse abgegeben“, sagte er.

Eine in die Anstalt geschmuggelte UMTS-Karte brachte dann den Internetanschluss. Der – erlaubte – Fernseher bildete den Monitor. Der gelernte Elektriker, der seit 2002 in Tegel einsitzt, beklagte sich gestern am Telefon über die recht harte Strafe der Justiz: eine Woche Freizeitarrest und zwei Monate Einkaufssperre. „Ich habe mir das gebaut, weil sich hier keiner um uns kümmert“, sagte R. Entdeckt wurde der Computer nur, weil R. verpfiffen wurde. Bislang waren in Tegel nur ebenso verbotene Mobiltelefone beschlagnahmt worden. Ha

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