KaDeWe-Coup : Überwachungskameras filmten Täter

UPDATE Der spektakuläre Juwelendiebstahl im Berliner Nobelkaufhaus wurde von mindestens drei maskierten Männern begangen. Inzwischen gibt es auch Hinweise aus der Bevölkerung.

KaDeWe
Als wäre nichts gewesen. Das KaDeWe am Tag nach dem Millionencoup. -Foto: dpa

BerlinDerzeit wertet die Polizei die Bilder von Überwachungskameras aus, die während des Einbruchs am Wochenende aufgezeichnet wurden. Besonders von Interesse sei, "warum bei dem Einbruch kein Alarm ausgelöst wurde". Inzwischen gebe es auch Hinweise aus der Bevölkerung. "Eine heiße Spur ist nicht darunter." Die Ermittlungen des Landeskriminalamtes würden auf Hochtouren laufen.

Nach bisherigen Erkenntnissen der Polizei kletterten die Täter über eine Leiter auf das Vordach über dem Seiteneingang des KaDeWe. Sie brachen ein Fenster im ersten Stock auf. In der Schmuckabteilung im Erdgeschoss brachen sie Schränke und Vitrinen der Juwelier-Kette Christ auf und stahlen Schmuck und Uhren, zum Teil auch von Luxusmarken. Die Männer entkamen auf dem gleichen Weg.

Eines der "bestgesicherten Kaufhäuser"

Ein Mitarbeiter einer Sicherheitsfirma wurde am Montagmorgen auf den Einbruch aufmerksam und alarmierte die Polizei. Derzeit wird Ermittlern zufolge untersucht, wie die Sicherheitsvorkehrungen von den Tätern überwunden werden konnten. Nach Angaben einer KaDeWe-Sprecherin gilt das Kaufhaus als eines der bestgesicherten Europas. Die Sicherheitsstandards gingen weit über das Übliche hinaus, sagte die Sprecherin.

Eine Sprecherin der Hagener Juwelierkette machte am Dienstag zur Höhe des Schadens zunächst keine genaueren Angaben. Aus den zerschlagenen Vitrinen und aufgehebelten Schränken entwendeten die Täter offenbar gezielt die wertvollsten Stücke - Gold, Silber, Juwelen, Luxusuhren.

Die Täter gingen dabei vor, wie man sich das aus einem Hollywood-Film à la "Ocean's Eleven" vorstellt: So hatten sie sich durch ein Oberlicht in den Verkaufsraum abgeseilt und verschwanden auf diesem Weg auch wieder. Eine Sprecherin des KaDeWe sagte am Dienstag, bislang sei noch unklar, wie die Einbrecher die Sicherheitsmechanismen des Kaufhauses umgangen hätten. (ho/küs/jnb/ddp/AFP)

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