KaDeWe-Einbruch : Brüder schweigen in U-Haft

Die beiden 27-jährigen Zwillingsbrüder, die am Mittwoch in Niedersachsen wegen des Juwelendiebstahls im KaDeWe verhaftet wurden, haben sich bislang nicht zu den Tatvorwürfen geäußert. Von der Beute fehlt jede Spur.

Die beiden 27-jährigen Zwillingsbrüder, die am Mittwoch in Niedersachsen wegen des Juwelendiebstahls im KaDeWe verhaftet wurden, haben sich bislang nicht zu den Tatvorwürfen geäußert. „Sie sitzen in Untersuchungshaft und werden demnächst nach Berlin gebracht“, sagte Justizsprecher Michael Grunwald. Nach mindestens einem weiteren Täter fahndet die Polizei noch. Hassan und Abbas O. waren an einer Autobahnraststätte in Bokel, nahe Rotenburg (Wümme), festgenommen worden.

Den Fahndern, die sie schon länger beschattet hatten, bot sich laut Polizei eine gute Festnahmegelegenheit. Anschließend wurden die Wohnungen der Brüder in Rotenburg sowie mehrere Wohnungen von Verwandten in Neukölln, unter anderem in der Schillerpromenade, durchsucht. Die Polizei stellte Beweismaterial, darunter auch Telefone, sicher. Von der Beute fehlt jede Spur. Bei dem Coup am 25. Januar hatten die Einbrecher Schmuck und Uhren im Wert von rund fünf Millionen Euro gestohlen.

Die Zwillinge gehören zu der libanesischen Großfamilie O., die in Berlin weit verzweigt ist. Eine Vielzahl der Mitglieder ist der Polizei durch kriminelle Machenschaften bekannt. Ob die Zwillinge auch mit dem 19-jährigen Ibrahim O. direkt verwandt sind, der im Oktober 2008 einen Rentner am Potsdamer Platz überfahren hatte, konnte die Polizei nicht bestätigen. Der Unfallfahrer selbst war im Dezember bei der Flucht vor der Polizei tödlich verunglückt.

Auf den Videobildern aus dem Kaufhaus sind drei Täter mit Strickmasken zu erkennen. Sie waren über ein Vordach in das geschlossene Kaufhaus eingedrungen und sollen sich mit einer Strickleiter ins Erdgeschoss abgeseilt haben. Dort räumten sie bei beim Juwelier Christ die Vitrinen leer – und kamen sogar ein zweites Mal, um die Taschen voller Beute wegzutragen. Am Tatort fanden die Ermittler DNA-Spuren, die zu den polizeibekannten Brüdern führten. Durch welche Taten sie bereits aufgefallen sind, wollte die Polizei nicht sagen. tabu

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