Keith M. : Keine Lust zum Putzen: Junger Mörder vor Gericht

Der wegen Mordes an dem siebenjährigen Christian in Zehlendorf zu einer zu zehn Jahren verurteilte Keith M. stand am Mittwoch wieder vor Gericht. Er hatte keine Lust seine Strafe wegen Bedrohung eines Gefängnismitarbeiters abzuleisten: Putzen.

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Der verurteilte Kindermörder Keith M. sollte wegen Bedrohung eines Mitarbeiters der Jugendstrafanstalt 32 Stunden Freizeitarbeit leisten. So hatte es im Juni ein Richter entschieden. Doch der 21-Jährige, der 2005 den siebenjährigen Christian aus Zehlendorf grausam umgebracht hatte, nahm die Auflage nicht so ernst und landete am Mittwoch erneut vor Gericht. „Keine Lust“, begründete er die sieben offenen Stunden, in denen er Gänge und Fenster hätte putzen sollen. Das jetzige Urteil aber wird ihn kaum beeindrucken: Der Richter verwarnte ihn.

Keith M. hatte sich im Herbst 2009 während einer medizinischen Behandlung über einen Pfleger geärgert und einen rauen Ton angeschlagen. Es sei aber zu „gegenseitigen Anfeindungen“ gekommen, hieß es im Urteil. M. beschimpfte den Pfleger als „Hurensohn“ und kündigte an: „Wenn ich dich draußen sehe, schlage ich dich tot.“ Doch im Prozess um Bedrohung waren die Mittel gegen M., der zur höchstmöglichen Jugendstrafe von zehn Jahren verurteilt wurde, sehr beschränkt. Es war allerdings das letzte Mal, dass der Mörder auf Milde nach Jugendstrafrecht hoffen konnte. K.G.

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