Köpenick : Rucksack-Baby vermutlich von Mutter getötet

Der grausige Fund eines toten Mädchens am Müggelturm in Köpenick vor einem Monat scheint aufgeklärt. Die Staatsanwaltschaft verdächtigt die 26-jährige Mutter des Kindes.

BerlinVor gut einem Monat wurde in Köpenick ein totes Baby in einem Rucksack gefunden. Jetzt ist der Fall nach Einschätzung der Staatsanwaltschaft aufgeklärt. Demnach ist die Mutter des Mädchens dringend tatverdächtig, wie Michael Grunwald, Sprecher der Staatsanwaltschaft, am Donnerstag mitteilte.

Die 26-jährige Prostituierte soll den Säugling in einem Bordell in Treptow zur Welt gebracht und es dort auch getötet haben. Die aus Asien stammende Frau hat sich anscheinend ins Ausland abgesetzt. Gegen einen 49-jährigen Mitarbeiter des Bordells wird ermittelt, weil er der Frau bei der Flucht geholfen und das tote Baby in den Köpenicker Forst gebracht haben soll. Bei einer Untersuchung des Bordells am Donnerstag fand die Polizei weitere Beweismittel, wie die Staatsanwaltschaft mitteilte.

49-jähriger Bordell-Mitarbeiter ist vermutlich Komplize

Den Tathergang schilderte Michael Grunwald wie folgt: Die junge Frau habe sich in der Nacht vom 4. zum 5. April wegen Übelkeit in der Toilette des Hauses eingeschlossen. Als sie wieder herauskam, sei der zu dieser Zeit bereits tote Säugling entdeckt worden. Der 49-Jährige habe die Babyleiche in der darauffolgenden Nacht in den Köpenicker Forst am Müggelturm gebracht, wo sie am 6. April von Spaziergängern entdeckt wurde. Das tote Mädchen, das der Obduktion zufolge gesund auf die Welt gekommen war, lag in einem Rucksack auf einem Haufen Müll. (kda/ddp)

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