Kreuzberg : Bewährung nach Randale im Bus

Zwei Jahre nach einem gewalttätigen Vorfall in einem Bus der Linie M 29 muss sich der Täter jetzt vor Gericht verantworten. Ein Deal rettet ihn vor einer Gefängnisstrafe.

Als seine drei Begleiter in einem Bus der Linie M 29 in Kreuzberg mehrere Fahrgäste mit Gummibärchen bewarfen, ließ sich Ahmet B. mitreißen. Am Ende wurde der 25-Jährige gewalttätig, setzte sich auf den Rücken einer Frau und drückte ihren Kopf nach unten. Mehr als zwei Jahre nach dem Vorfall musste sich der mehrfach vorbestrafte Mann gestern vor Gericht verantworten.

Der Angeklagte überließ es seinem Verteidiger, die Sache zu erklären. Die Initiatoren seien die Begleiter von B. gewesen, hieß es. Diese hätten „aus Spaß“ Streit im Bus gesucht und zwei Frauen mit Süßigkeiten beworfen. Als sich diese beschwerten, sei es handgreiflich geworden. Ahmet B. habe eigentlich aussteigen wollen, als er die 27-jährige Kauffrau attackierte. Warum er es tat, blieb offen.

„Was Sie mit der Frau gemacht haben, ist eine Schweinerei“, donnerte der Richter. Doch weil B. mit seinem Geständnis die Flucht nach vorn angetreten und mit Angaben über Mittäter auch Aufklärungshilfe geleistet hatte, kam er um eine Gefängnisstrafe herum. Eine Gesamtstrafe von zwei Jahren auf Bewährung verhängte das Gericht. K.G.

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