Kreuzberg : Polizei wieder von Mob bedrängt

Als sie ein falsch geparktes Auto kontrollieren wollte, wurde eine Streife von einer unbeteiligten Gruppe angepöbelt. Auch der 32-jährige Autofahrer setzte sich zur Wehr.

KreuzbergSchon wieder wurden Polizeibeamte von einer größeren Menschenmenge bedrängt und bei ihrer Arbeit behindert. Schon vor einigen Tagen wollte ein aggressiver Mob die Verhaftung eines 17-jährigen Serientäters verhindern (Tagesspiegel berichtete). In Kreuzberg kam es in der Nacht zum Donnerstag zu tumultartigen Szenen, nachdem  Polizisten einen falsch geparkten Pkw überprüfen wollten.

Eine Funkwagenbesatzung hatte den BMW gegen 1 Uhr 20 an der Yorckstraße in Kreuzberg bemerkt. Der Wagen stand dort vor einer Grundstückseinfahrt. Als die Polizeibeamten den 32-jährigen Autofahrer aus Neukölln überprüften, kamen Unbeteiligte dazu und pöbelten die Einsatzkräfte an. Mindestens zwanzig Personen bedrängten die Polizisten. Warum die Gruppe sich einmischte, ist noch nicht geklärt. Eine Polizeisprecherin sagte auf Anfrage, dass die Ermittlungen noch andauern.

Autofahrer setzte sich zur Wehr und schubste einen Polizisten

Auch der 32-jährige Autofahrer setzte sich nach Polizeiangaben zur Wehr und schubste einen Polizeiobermeister. Die aufgeheizte Stimmung konnte erst mit Hilfe weiterer Kollegen beruhigt werden, die die Beamten zur Unterstützung gerufen hatten. Der Autofahrer wurde festgenommen. Gegen ihn wird nun wegen Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte und Körperverletzung ermittelt. (kda)

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