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Kreuzberg : Pro Deutschland demonstriert wieder

In Kreuzberg in der Köpenicker Straße und der Yorckstraße stehen je etwa 150 Gegendemonstranten 45 Anhängern von Pro Deutschland gegenüber. Bislang blieben die Veranstaltungen friedlich.

Demonstranten von Pro Deutschland am Sonntag vor dem Rathaus Kreuzberg.
Demonstranten von Pro Deutschland am Sonntag vor dem Rathaus Kreuzberg.Foto: dpa

Die Yorckstraße und die Köpenicker Straße in Kreuzberg wurden von der Polizei weitgehend abgeriegelt. In der Nähe des Rathauses Kreuzberg in der Yorckstraße hatten sich gegen Mittag etwa 150 Gegendemonstranten versammelt, die sich den etwa 45 Anhängern von Pro Deutschland gegenüberstellten.

Vor dem linken Hausprojekt in der Köpenicker Straße waren 200 Gegendemonstranten eingetroffen. Sie erwarteten dort die Teilnehmer der Demonstration von Pro Deutschland. Kurz vor 13 Uhr traf auch Innensenator Frank Henkel (CDU) vor Ort ein. Nun laufen die etwa 45 Anhänger von Pro Deutschland die Köpenicker Straße Richtung Verdi-Gebäude.

Auch am Sonntag ist die Polizei wieder mit einem Großaufgebot von 1800 Polizisten im Einsatz, um Ausschreitungen bei den angekündigten Demonstrationen der rechtspopulistischen Partei Pro Deutschland zu verhindern.

Bilderstrecke: Pro Deutschland demonstriert vor Moscheen in Berlin

Pro-Deutschland-Demos vor Moscheen in Berlin
Etwa 45 Anhänger von Pro Deutschland haben sich am Sonntag vor dem Rathaus Kreuzberg eingefunden.Weitere Bilder anzeigen
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19.08.2012 14:01Etwa 45 Anhänger von Pro Deutschland haben sich am Sonntag vor dem Rathaus Kreuzberg eingefunden.

Bislang blieb es bei den Veranstaltungen ruhig, Vorfälle gab es keine. Auch die Demonstrationen am Samstag waren weitgehend ruhig abgelaufen. Nach Ansicht von Innensenator Henkel ist das Einsatzkonzept der Polizei bei den Kundgebungen der rechten Bewegung Pro Deutschland am Wochenende aufgegangen. Die allermeisten Demonstranten hätten besonnen reagiert, sagte Henkel am Sonntag dem Tagesspiegel. "Die Einsatzkräfte der Polizei haben schon im Vorfeld sehr professionell agiert", sagte er mit Blick auf die Gespräche mit den muslimischen Gemeinden im Vorfeld der Demonstrationen. Er sei den muslimischen Verbänden dankbar, dass sie "ihren Teil dazu beigetragen haben, damit die Ereignisse so abgelaufen sind, wie sie abgelaufen sind".

Die rechtspopulistische Partei Pro Deutschland hatte am Samstag und Sonntag vor Moscheen und Hausprojekten linker Gruppen demonstriert. Die Polizei zählte am Samstag mehr als 1.000 Gegendemonstranten. Ein Mann wurde vorübergehend festgenommen, weil er einen Polizisten mit dem Fahrrad umfahren wollte. (Tsp)

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