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Kreuzberg : Spontandemo für Liebig 14: Autonome randalieren am Oranienplatz

Am Freitagabend haben etwa 100 Vermummte die Oranienstraße blockiert. Sie warfen Steine, Farbbeutel und Flaschen auf Polizisten. Hintergrund ist offenbar der Jahrestag der Räumung des linken Wohnprojekts "Liebig 14".

Gegen 20 Uhr hätten sich in der Umgebung des Kreuzberger Oranienplatzes bis zu 150 Personen der Hausbesetzerszene versammelt, gab die Berliner Polizei am Samstagmorgen bekannt. Etwa 100 von ihnen hätten dann teilweise vermummt die Fahrbahn der Oranienstraße betreten und Pyrotechnik abgebrannt.

Kurz darauf bewarfen sie die Polizeibeamten mit Steinen, Flaschen sowie Farbbeuteln und beschossen sie mit Pyrotechnik. Verletzt wurde nach Polizeiangaben niemand. Die Lage beruhigte sich nach einer halben Stunde, da die Personen vor hinzu gerufenen Polizeikräften flüchteten. Die spontane Aktion stand offenbar in Zusammenhang mit der Räumung des linken Wohnprojekts in der Liebigstraße 14 vor einem Jahr.

An diesem Samstag rüstet sich die linke und linksextremistische Szene für zwei größere Demos nacheinander. Neben der „Zombieparade“ in Friedrichshain zur Erinnerung an die Liebigstraße soll am Vormittag ein NPD-Parteitag stattfinden – und natürlich Proteste dagegen. Die Polizei setzt mehrere Hundertschaften ein.

Es wurden Ermittlungsverfahren wegen schweren Landfriedensbruchs und Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz eingeleitet. (ho)

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