Kreuzberg : Tanklastzug mit Flüssigseife kippte um

Ein spektakulärer Unfall mit einem Tanklastzug hat am Montag für Stunden die Skalitzer Straße in Kreuzberg blockiert. Die Feuerwehr pumpte die Ladung ab.

Ein spektakulärer Unfall mit einem Tanklastzug hat am Montag für Stunden die Skalitzer Straße in Kreuzberg blockiert: Feuerwehr und Polizei waren bis zum Nachmittag im Einsatz, um einen umgekippten Tanklastzug, der 22 000 Liter Seifenkonzentrat geladen hatte, zu bergen. Bis zum Abend blieb die Skalitzer Straße in Höhe des U-Bahnhofs Schlesisches Tor gesperrt. Der Sattelschlepper war mit einem BVG-Bus zusammengestoßen. Beide Fahrer wurden dabei leicht verletzt.

Es war gegen 4 Uhr früh, als der 44-jährige Fahrer des Tanklasters auf der Skalitzer Straße ins Schlingern geriet und anschließend gegen den Nachtbus der Linie N 1 prallte, der an der Endbushaltestelle stand. Fahrgäste waren nicht im Bus. Durch den Aufprall wurde der BVG-Bus sieben Meter weit nach vorn geschoben. Der Tanklaster kippte und lag anschließend auf der rechten Seite mitten auf der Fahrbahn. Der 50-jährige BVG-Busfahrer erlitt Prellungen und einen Schock, er wurde in eine Klinik gebracht. Auch der Berliner Fahrer des Tanklastzugs, der für eine Firma aus Herten (Nordrhein-Westfalen) unterwegs war, kam mit Rückenbeschwerden vorsichtshalber in ein Krankenhaus.

Derweil sickerte aus dem Lastzug eine dickflüssige, gelbe Masse – das geladene Seifenkonzentrat. Schädlich sei die Substanz nicht, hieß es bei der Polizei. „Sie ist biologisch abbaubar. Es besteht keine Gefahr, dass das Trinkwasser verunreinigt wurde“, sagte eine Polizeisprecherin am Unfallort. Die Feuerwehrleute schaufelten die ausgetretene Masse in riesige Auffangbehälter. Der Rest der Ladung wurde abgepumpt. Die Räumungsarbeiten dauerten bis zum Abend. Die schwierigste Aufgabe bestand darin, den umgekippten Sattelschlepper wieder aufzurichten. Dies gelang mit Hilfe von zwei Kränen, um 16 Uhr stand der Laster wieder.

Warum der Lkw-Fahrer die Kontrolle verloren hatte, ist bislang noch unklar. Alkohol soll nach ersten Erkenntnissen keine Rolle gespielt haben. Die Ermittlungen der Polizei dauern an. tabu

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