Kriminalität : Auto-Zündler zu Gefängnis verurteilt

Die Ankläger können in Sachen Auto-Zündler endlich einen juristischen Erfolg verbuchen: Ein 34-jähriger Täter wurde gestern zu drei Jahren und drei Monaten Gefängnis verurteilt.

Die Ankläger können in Sachen Autozündler endlich einen juristischen Erfolg verbuchen: Ein 34-jähriger Täter wurde gestern zu drei Jahren und drei Monaten Gefängnis verurteilt. Es ist die erste Haftstrafe in der Serie von Autobrandstiftungen. Allerdings ist Grzegorz S. kein linker Zündler. Bei ihm spielten politische Motive keine Rolle. Es ging eher um Vandalismus im Suff.

Der Angeklagte, ein polnischer Gelegenheitsarbeiter mit mehreren Vorstrafen wegen Diebstahls, war am 25. Mai in Wedding auf frischer Tat gefasst worden. Eine Polizeistreife hatte kurz zuvor einen lauten Knall gehört. Die Beamten sahen in der Grüntaler Straße zwei Männer und ein Auto, das in Flammen stand. Die Täter hatten die Scheiben eingeschlagen, Benzin in den Innenraum des VW geschüttet und angezündet. Außerdem wollten sie einen Citroen in Brand setzen.

Warum er zündelte, weiß S. angeblich nicht. Er will betrunken gewesen sein. Mit wem er unterwegs war, verschwieg er. Sein Anwalt plädierte auf ein Jahr Haft. Die Anklage, die kürzlich in zwei Prozessen gegen mutmaßliche linke Zündler herbe Niederlagen einstecken musste, verlangte drei Jahre und neun Monate Gefängnis. „Ob politische Motivation oder purer Vandalismus – das Ergebnis ist das gleiche, der Bürger verliert seinen Besitz“, sagte der Ankläger. K.G.

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