Kriminalität : Berliner Polizei sucht nach Leiche in Schildow

Die Tat liegt bereits mehr als zehn Jahre zurück: Am Dienstag haben rund 20 Polizisten und Kriminaltechniker nach der Leiche eines Türken gesucht, die auf einem Villengrundstück in Schildow vermutet wird.

Leiche in Schildow Foto: ddp
In drei Metern Tiefe: Liegt hier die Leiche des vor über zwölf Jahren getöteten Mannes? -Foto: ddp

Berlin Die Berliner Polizei hat nach einer Leiche im brandenburgischen Ort Schildow gesucht. Rund 20 Polizisten, Gerichtsmediziner und Kriminaltechniker gruben am Dienstag mit Schaufeln auf dem Grundstück einer großzügigen Vorstadtvilla in der Bahnhofstraße, wie ein Polizeisprecher mitteilte. Außerdem wurde das Gelände mit einem Spürhund abgesucht. Bei dem Toten soll es sich um einen Türken handeln, der illegal in Berlin war und einem Verbrechen zum Opfer fiel.

Das Tötungsdelikt liegt lange zurück und wurde erst im Sommer 2008 durch einen Hinweis bekannt. Nach den Ermittlungen des Landeskriminalamtes wurde der Mann bereits Ende 1996 oder Anfang 1997 in der Diskothek "Paparazzi" in der Nürnberger Straße in Berlin erschossen und dann in Schildow vergraben. Die Tat wird von der Polizei in der Türsteherszene angesiedelt.

Die Ermittler suchten nach der Leiche direkt an einer Hauswand der Villa. Bis zum späten Nachmittag war der Boden 1,50 Meter tief aufgegraben. Vermutet wurde der Tote in einer Tiefe von drei Metern. Die Polizei ging davon aus, dass er verbuddelt wurde, als das Haus noch im Bau war. Die Bewohner haben nach den Erkenntnissen der Beamten nichts mit der Straftat zu tun. (ae/jm/ddp)

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