Kriminalität : Durchsuchungen und Festnahmen im Landesverwaltungsamt

Über Jahre hinweg sollen zwei Frauen mit gefälschten Arztrechnungen bei der Beihilfestelle des Landesverwaltungsamtes Geld erschlichen haben. Insgesamt sollen sie einen Schaden von rund 730.000 Euro verursacht haben.

Berlin In einem Ermittlungsverfahren wegen Urkundenfälschung, Untreue und Bestechung zum Nachteil des Landesverwaltungsamtes Berlin ist am Donnerstag gegen zwei Frauen Haftbefehl erlassen worden. Sie sollen seit 2002 über die Abrechnung gefälschter Arztrechnungen einen Schaden von rund 730.000 Euro verursacht haben, wie Polizei und Staatsanwaltschaft mitteilten.

Die Ehefrau eines Mitarbeiters des Amtsgerichts Neukölln steht den Angaben zufolge im Verdacht, die gefälschten Arztbelege im Namen des antragsberechtigten Ehemannes bei der Beihilfestelle des Landesverwaltungsamtes eingereicht zu haben. Die Beihilfestelle sei für die Erstattung der Arztkosten der Landesbediensteten zuständig. Eine Angestellte in der Beihilfestelle soll in Kenntnis der Fälschungen die Auszahlung der Gelder veranlasst haben. Das Geld sollen sich die Beteiligten geteilt haben.

Beamte des Landeskriminalamtes haben am Mittwoch die jeweiligen Büros im Amtsgericht Neukölln und in der Beihilfestelle sowie die Privatwohnungen der Beschuldigten im Landkreis Havelland durchsucht und Beweismaterial sichergestellt. Gegen die beiden Frauen im Alter von 38 und 55 Jahren wurden auf Antrag der Staatsanwaltschaft Berlin Haftbefehle unter anderem wegen Bestechung und Bestechlichkeit im besonders schweren Fall erlassen worden. (lee/ddp)

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