Kriminalität in Berlin : Die Abend der Überfälle

Raub am Ku'damm, in Tempelhof und Kladow. In Hohenschönhausen wehrte sich ein Bistro-Besitzer - und hielt den 16-Jährigen fest.

Nachtstreife der Polizei (Symbolbild)
Nachtstreife der Polizei (Symbolbild)Foto: Kitty Kleist-Heinrich

Gleich vier Geschäfte waren das Ziel von Raubüberfallen. Wie die Polizei am Sonntagmorgen mitteilte, lagen die Tatorte in Charlottenburg, Tempelhof, Kladow und Neu-Hohenschönhausen.


18.30 Uhr, Charlottenburg: Nach Angaben der Polizei überfielen zwei Männer einen Schreibwarenshop am Kurfürstendamm. Einer der Täter bedrohte demnach die 46-jährige Filialleiterin mit einem Messer und zwang sie, die Kasse zu öffnen. Zudem habe die Frau auch die Kasse des in dem Laden befindlichen Postschalters öffnen müssen. Anschließend fesselten die Männer die Frau. Das Duo flüchtete anschließend mit der Beute unerkannt. Der 46-Jährigen konnte sich befreien und die Polizei alarmieren. Sie blieb unverletzt.


19 Uhr, Tempelhof. Kurz vor 19 Uhr betraten laut Polizei zwei Maskierte einen Kiosk am Tempelhofer Damm. Sie bedrohten die 46-jährige Inhaberin mit einer Pistole "und rissen ihr mit Wucht den Telefonhörer aus der Hand". Nachdem sich die beiden Unbekannten mehrere Zigarettenschachteln aus der Auslage genommen hatten, flüchteten sie. Die 46-Jährige blieb unverletzt.

19 Uhr , Kladow. Am Kladower Damm liefen kurz nach 19 Uhr drei Räuber in den Verkaufsraum einer Tankstelle und bedrohten den 40-jährigen Pächter mit einer Schusswaffe sowie zwei Messern. Sie zwangen den Mann die Kasse zu öffnen, aus der sich das Trio Geld nahm. Anschließend raubten die Täter mehrere Tabakdosen und flüchteten.

23 Uhr, Neu-Hohenschönhausen. Ein Maskierter betrat kurz nach 23 Uhr ein Bistro in der Grevesmühlener Straße und forderte von dem 51-jährigen Angestellten Geld. Dieser ließ sich allerdings überhaupt nicht beeindrucken, stieß den mutmaßlichen Räuber gegen die Wand und hielt ihn bis zum Eintreffen der alarmierten Polizisten fest. Der Räuber verlor sowohl Maskierung als auch die Waffe bei dem Gerangel. Der 16-Jährige räumte laut Polizei ein, dass er von einem weiteren Jugendlichen zur Tat angestiftet worden sei. Die Beamten fuhren zu dessen Wohnanschrift und nahmen einen 17-jährigen Tatverdächtigen vorübergehend fest. Ermittlungen ergaben, dass eine gleichaltrige Freundin die Maskierung sowie Handschuhe zur Verfügung gestellt hatte, so dass auch sie wegen Beihilfe einem Strafermittlungsverfahren entgegensieht. Sowohl der 16-Jährige als auch sein mutmaßlicher Anstifter wurden nach den polizeilichen Maßnahmen wieder auf freien Fuß gesetzt. Tsp

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