Kriminalität : Mädchen offenbar von Jugendlichen vergewaltigt

Ein 15 Jahre altes Mädchen ist am Samstagabend nach eigenen Angaben in einer Parkanlage in Schöneberg von vier oder fünf Unbekannten überfallen und mehrfach vergewaltigt worden. Die Jugendlichen raubten das Mädchen anschließend aus und flüchteten.

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Eine 15-Jährige ist am Samstagabend in Schöneberg offenbar von mehreren Jugendlichen vergewaltigt worden. Gegen 22.45 Uhr war das Mädchen laut weinend einem Ehepaar im Heinrich-von-Kleist-Park entgegengelaufen, dieses wählte sofort den Notruf. Einer Polizistin berichtete die völlig aufgelöst wirkende 15-jährige Deutsche, dass sie von vier bis fünf Jugendlichen, nach ihren Angaben Türken oder Arabern, nacheinander vergewaltigt worden sei. Zudem seien ihr das Telefon und die Geldbörse weggenommen worden. Das Mädchen wurde in eine Klinik gebracht.

Da der Eingang zum Park von der Elßholzstraße direkt am Kammergericht entlang führt, könnte eine Auswertung der Videoüberwachung des Gebäudes Hinweise auf die Täter erbringen. Denn das Gericht, ist eines der am stärksten gesicherten Gebäude in Berlin, zahlreiche Kameras hängen an der Fassade. Der Park selbst ist auf den Wegen gut beleuchtet und Tag und Nacht offen.

Nach Angaben der Ärzte war das Opfer am Sonntag noch nicht vernehmungsfähig ein. Daher weiß die Polizei über den Tatablauf nur, was die 15-Jährige ihnen am Abend berichtete. Sie hatte demnach gegen 21.45 Uhr eine Verwandte verlassen und wollte durch den Park zum U-Bahnhof Kleistpark gehen, um dort in den Bus nach Hause zu steigen. In der Grünanlage seien die Täter über sie hergefallen. Der Angriff war dem Mädchen laut Polizei anzusehen, auch ihre Strumpfhose war zerrissen. Dass zwischen dem Verlassen der Wohnung der Verwandten und der Alarmierung der Polizei rund eine Stunde vergangen ist, gibt der Polizei bisher Rätsel auf. Die Eltern sollen sich bereits große Sorgen gemacht haben, weil die Tochter nicht zur verabredeten Zeit zu Hause war. Die Polizei sperrten den Kleistpark zur Spurensuche ab, doch auch in der Umgebung konnten die Tatverdächtigen nicht mehr gefunden werden. Die Grünfläche gilt bisher bei der Polizei als völlig unauffällig.

Weiterhelfen könnte in den Ermittlungen das geraubte Mobiltelefon: Die Polizei darf seit zwei Jahren die Geräte auch ohne einen - möglicherweise zeitraubenden - richterlichen Beschluss orten. Das für Sexualdelikte zuständige Fachkommissariat beim Landeskriminalamt hat die Ermittlungen übernommen.

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