Kriminalität : Nach Überfall auf Supermarkt: Vier Jugendliche in Haft

Überfall auf einen Supermarkt und eine Drogerie-Filiale: Gegen die jugendlichen Räuber im Alter von 14, 15 und 16 Jahren ist nun Haftbefehl erlassen worden. Einer von ihnen ist auf dem Weg ein sogenannter Intensivtäter zu werden.

Die vier Jugendlichen, die am Sonnabend einen Plus-Supermarkt in der Potsdamer Straße in Tiergarten überfallen haben, sitzen nun in der Jugendstrafanstalt Charlottenburg. Sie waren nach ihrer Festnahme einem Richter vorgeführt worden, der den Haftbefehl unterschrieben hat. Zudem kam im Zuge der Ermittlungen heraus, dass die Gruppe am selben Tag zuvor eine Schlecker-Filiale in Treptow ausgeraubt hat. Ein 13-jähriger Junge, der ebenfalls an den Taten beteiligt war, wurde zu seinen Eltern gebracht.

Die jugendlichen Räuber – 14, 15 und 16 Jahre alt – und das Kind stammen aus dem Libanon und der Türkei. Der 16-jährige Tatverdächtige aus Neukölln ist bereits als „Schwellentäter“ bekannt. Das ist nach der neuen Definition von Polizei und Justiz die Vorstufe zum Intensivtäter. Schwellentäter sind junge Delinquenten, die fünfmal zugeschlagen oder andere beraubt haben – für sie ist jeweils ein fester Sachbearbeiter bei der Polizei und bei der Staatsanwaltschaft zuständig. Auch die anderen drei Jugendlichen aus Kreuzberg und Schöneberg seien schon wegen „mehrerer kleiner Delikte“ bei der Polizei bekannt gewesen, sagte ein Ermittler. Ob der 13-jährige Junge aus Neukölln schon zuvor kriminell geworden ist, war gestern nicht zu erfahren. „Er wurde nicht einfach nur von der Polizei bei seinen Eltern abgeliefert. Man versucht natürlich auch, mit denen ein ernstes Wort zu reden“, sagte ein Ermittler. Zudem habe die Polizei das Jugendamt verständigt, damit frühzeitig mit erzieherischen Mitteln auf das Kind eingewirkt werden kann. Die fünf mutmaßlichen Räuber hatten bei beiden Überfällen die Angestellten mit einer Schreckschusswaffe bedroht und dann Bargeld und Zigaretten geraubt. tabu

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