Kriminalität : Schreihals vertreibt bewaffneten Räuber aus Internetcafé

In Berlin-Neukölln hat der Besitzer eines Intenetcafés einen bewaffneten Räuber durch lautes Anschreien in die Flucht geschlagen. Obwohl der Maskierte mit einem Messer drohte, verlor das Opfer nicht die Nerven - sondern raubte dem Täter das Selbstbewusstsein.

Holger Melas

Berlin"Kasse!" rief der maskierte Mann, als er in der Nacht zum Donnerstag um 23:30 Uhr in das Neuköllner "Tele-Internetcafé" stürmte. Mit gezücktem Messer forderte der Unbekannte die Herausgabe des Bargelds. Der 43-jährige Eigentümer des Ladens im Mariendorfer Weg 3 reagierte spontan und schrie noch lauter zurück.

Mit welchem genauen Wortlaut der Ladenbesitzer in die Flucht schlug, geht nicht aus dem Polizeibericht hervor. Sinngemäß soll das Opfer lauthals gefragt haben, was der Räuber denn eigentlich wolle, sagte Berit Königsmann von der Pressestelle der Berliner Polizei auf Anfrage.

Die herbeigerufenen Beamten notierten jedoch zusätzlich die Vermutung, der Überfallene habe den Täter womöglich unflätig beschimpft und ihm mit der schieren Lautstärke seiner Stimme das Selbstbewusstsein geraubt. Der anscheinend völlig verdutzte Räuber flüchtete unerkannt, aber ohne Beute.

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