Kriminalstatistik : Jugendliche schlagen seltener zu

Die Kriminalität in der Hauptstadt geht langsam zurück. Auffallend ist der Rückgang um bei der Jugendgruppengewalt. 852 Intensivtäter und 144 sogenannte Schwellentäter zählen die Ermittler derzeit.

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Insgesamt wurden in den ersten neun Monaten des Jahres knapp 350 000 Straftaten registriert, von Januar bis September 2009 waren es rund 365 000. Dies entspricht einem Rückgang von etwa vier Prozent. Auffallend ist der Rückgang um 13,9 Prozent bei der Jugendgruppengewalt auf 2000 Fälle. Wohnungseinbrüche nahmen um sieben Prozent auf 5800 Fälle ab. Raub und räuberische Erpressung liegen mit 4500 Delikten auf dem Niveau des Vorjahres. 852 Intensivtäter und 144 sogenannte Schwellentäter zählen die Ermittler derzeit.

Beim Autodiebstahl wurde ein leichter Anstieg um 2,8 Prozent auf 5000 Taten verzeichnet. Am häufigsten schlugen die Täter in Charlottenburg-Wilmersdorf zu. Am sichersten sind Fahrzeuge in Spandau. Im vergangenen Jahr konnten nur neun Prozent der Fälle aufgeklärt werden. Die bei Autodieben beliebtesten Marken sind BMW, Audi, Volkswagen, Porsche und Mercedes. Die meisten Autos landen in Osteuropa, häufig nur in Einzelteilen.

Deutliche Anstiege verzeichnete die Polizei bei Kellereinbrüchen und Taschendiebstählen. Bis Ende September stiegen Diebe rund 10 400 Mal in Kellerräume ein, im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ein Plus von fast zwölf Prozent. Besonders häufig traf es Anwohner in Neu-Hohenschönhausen, Nord-Neukölln und Friedrichshain. Auch Taschendiebe sind häufiger aktiv als früher. Hier stiegen die Taten um knapp neun Prozent auf 8000. Eine immer lebendiger werdende Stadt mit vielen Einkaufszentren und ständig wachsenden Touristenzahlen locke leider auch Langfinger an, sagte ein Sprecher. Die Polizei bekämpft den Taschendiebstahl mit einer speziellen Ermittlungsgruppe.

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