Kriminalstatistik : Zahl der Straftaten 2007 leicht gesunken

Berlin wird offenbar sicherer. Die Zahl der kriminellen Delikte ist im vergangenen Jahr auf den niedrigsten Stand seit der Wiedervereinigung gesunken. Trotzdem ist Innensenator Ehrart Körting beunruhigt.

BerlinWie Innensenator Ehrhart Körting (SPD) am Freitag bei der Vorstellung der Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) in Berlin sagte, registrierte die Polizei im vergangenen Jahr 496.163 Delikte. Dies entspreche einem leichten Rückgang im Vergleich zu 2006 um 0,1 Prozentpunkte. Die Aufklärungsquote stieg um 0,2 Punkte auf 50,4 Prozent.

Berlin sei nach wie vor "eine der sicheren Metropolen in der Welt", sagte Körting. Er verwies darauf, dass in der Hauptstadt 2007 die niedrigste Fallzahl und die zweithöchste Aufklärungsquote seit 1990 registriert worden sei. Dies spreche für eine leistungsfähige und mit hohen Qualitätsstandards arbeitende Polizei.

Als beunruhigend bezeichnete der Innensenator allerdings die 2007 erfasste Zunahme bei den Rohheitsdelikten um 2,7 Prozent auf 69.383 Fälle. Auch bei der Jugendgruppengewalt sei mit 8075 Vorgängen ein Anstieg von 0,9 Prozent registriert worden. Körting verwies zugleich darauf, dass die Zahl der von unter 21-Jährigen begangenen Körperverletzungen im Bereich der Jugendgruppengewalt um 18,2 Prozent auf 1151 gesunken sei. Die Zahl der bekannt gewordenen Gruppengewalttäter stieg um 1,9 Prozent auf 4843 Tatverdächtige. (ae/ddp)

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