Kriminelle Gruppierung in Berlin : Schleuser, Fälscher, Hehler: 125 Beamte bei Durchsuchungen im Einsatz

Am Dienstagmorgen waren 125 Bundespolizisten im Einsatz, bei der Vollstreckung von zwölf Durchsuchungsbeschlüssen in mehreren Berliner Stadtteilen. Es ging um das Einschleusen von Osteuropäern, um Urkundenfälschung und Hehlerei.

Die Berliner Polizei (Symbolbild).
Die Berliner Polizei (Symbolbild).Foto: dpa

In mehreren Berliner Stadtteilen wurden am Dienstagmorgen insgesamt zwölf Durchsuchungsbeschlüsse in einem von der Staatsanwaltschaft Berlin geführten Verfahren vollstreckt. Es ging um das gewerbsmäßige Einschleusen von Osteuropäern, Urkundenfälschung und gewerbsmäßige Hehlerei. Der 40-jährige Hauptverdächtige wurde in Marzahn festgenommen. Insgesamt waren bei den Durchsuchungen 125 Bundespolizisten im Einsatz.

Die weiteren sieben Beschuldigten im Alter von 22 bis 59 Jahren mussten sich einer erkennungsdienstlichen Behandlung unterziehen und wurden anschließend aus dem Gewahrsam entlassen. Bei den Durchsuchungen stellten die Ermittler Datenträger, Mobiltelefone und ver- und gefälschte Reisepässe sicher. Darüber hinaus wurden eine Schreckschusswaffe sowie 18 Schuss Schreckschussmunition aufgefunden. Es konnten auch vermutlich aus Diebstählen stammende Zigaretten, Handys und Kosmetikartikel im Wert von mehreren tausend Euro festgestellt werden.

Die Bundespolizei ermittelt seit August 2014 gegen die Tätergruppierung. Der Anfangsverdacht lautete auf die Einschleusung von Menschen, im weiteren Verlauf rückte der Vorwurf der Urkundenfälschung in den Fokus der Ermittler. Es geht unter anderem um gefälschte Monatskarten für die BVG und gefälschte amtliche Dokumente wie Meldebescheinigungen. ffe

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