Kundgebung : Krawalle bei Demo für "Freiheit Kurdistans"

Bei einer Demonstration von rund 800 Menschen ist es am Samstag zu Ausschreitungen gekommen. In der Brunnenstraße in Wedding gab es Übergriffe auf türkische Passanten. Außerdem wurden Polizeibeamte mit Steinen und Flaschen beworfen.

Die Krawalle waren den Angaben der Polizei zufolge nach rund zehn Minuten beendet. Über die Zahl von Verletzten und Festnahmen liegen der Polizei noch keine Angaben vor. Die Abschlusskundgebung am Nettelbeckplatz in Wedding verlief friedlich. Bereits am Vormittag waren vor Beginn der Demonstration bei Kontrollen zahlreiche Messer und Vermummungsgegenstände sichergestellt worden.

Laut Veranstalter war es die erste europaweite kurdische Jugenddemonstration der Föderation Kurdischer Vereine. Sie hatten offenbar mit einer stärkeren Beteiligung gerechnet, bei der Polizei waren 4000 Teilnehmer angemeldet. Unter dem Motto "Es reicht" protestierten die Jugendlichen gegen die "fortdauernden Angriffe des türkischen Staates auf die kurdische Freiheitsbewegung". Zudem forderten sie die Freilassung des inhaftierten PKK-Führers Abdullah Öcalan.

Die Polizei hatte zunächst angeordnet, dass keine Bilder von Öcalan gezeigt werden dürfen. Das Oberverwaltungsgericht hob dieses Verbot jedoch teilweise auf und gestattete das Mitführen von 50 Porträts - allerdings mit der Auflage, dass keine weiteren Bilder oder Symbole auf den Plakaten abgebildet sein dürfen. Die Polizei überprüfte auf der Demonstration nach eigenen Angaben die Einhaltung des Richterspruchs. (cp/ddp)

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