Landgericht : Mordprozess um zerstückelte Leiche beginnt

Ein 28-jähriger Student muss sich seit Montag wegen Mordes vor dem Landgericht verantworten. Er hatte bereits zugegeben, einen Obdachlosesn grausam getötet zu haben.

Vor Gericht hat der Angeklagte die Aussage verweigert. In zwei früheren Schreiben, die zu Prozessbeginn verlesen wurden, hatte der Germanistikstudent die Tötung des 42-Jährigen gestanden. Er sei „verzweifelt“ gewesen und habe nicht gewollt, dass das passiere, hieß es darin. Sein Verteidiger spricht von einer Tötung im Affekt.

Dem Angeklagten wird vorgeworfen, im August vorigen Jahres in seiner Wohnung einen Obdachlosen mit Axthieben und Messerstichen getötet zu haben. Der Anklage nach trug sich der Student seit Anfang des Jahres 2009 „mit der Vorstellung, einen perfekten Mord zu begehen“. In Umsetzung dieses Planes habe er den Obdachlosen in der Nähe vom Bahnhof Zoo angesprochen, mit ihm getrunken und zur Übernachtung in seine Wohnung mitgenommen. Als sich das stark alkoholisierte Opfer zum Schlafen niederlegte, soll der Student ihm mit drei Axthieben den Schädel zertrümmert und dann noch mehrere Messerstiche in die Brust versetzt haben.

Danach soll er die Leiche zerstückelt haben, um die Identifizierung des Toten zu erschweren und den Abtransport der Gliedmaßen aus der Wohnung zu erleichtern. Einige Leichenteile wurden im Gefrierschrank seiner Wohnung gefunden. Kopf und Torso der Leiche hatte er in Plastiktüten versteckt und auf einem Bahngelände abgelegt. Der Angeklagte hatte sich am Tag darauf der Polizei gestellt. (ho/ddp)

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