Lankwitz : Säureanschläge auf 42-Jährige verübt

Auf Auto und Wohnung einer Berlinerin sind mehrere Anschläge mit hochgiftiger Flusssäure verübt worden.

In einem Fall zog sich die Frau Verätzungen an zwei Fingern zu, sagte ein Polizeisprecher. Sie hatte die Polizei informiert, nachdem sie am Türgriff ihrer Lankwitzer Wohnung eine chemische Substanz bemerkt hatte. Diese war auf den Boden getropft und hatte bereits eine Bodenplatte beschädigt. Kriminaltechniker stellten bei einer Untersuchung fest, dass es sich um Flusssäure handelt.

Laut Polizei hatte ein Unbekannter in den vergangenen Tagen bereits zwei Mal den Pkw der 42-Jährigen mit der Chemikalie präpariert. In einem Fall war die Frau mit der Substanz in Berührung gekommen und hatte sich dabei an der Hand verletzt. Das Landeskriminalamt übernahm die Ermittlungen.

Flusssäure ist die wässrige Lösung von Fluorwasserstoff und wird zum Ätzen von Glas und Metallen eingesetzt. Die Substanz, die auch von Graffiti-Sprayern benutzt wird, riecht stechend und ist stark giftig. Bei einer Berührung - auch im getrockneten Zustand - können schwere Verätzungen entstehen. Bei einem Kontakt sollte sofort ein Arzt aufgesucht werden.

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