Lichtenberg : Prozess: Im Bürgeramt ausgerastet

Auf dem Bürgeramt in Lichtenberg war die Mutter ausgerastet. Es geschah in einem Streit um den Berlin-Pass, mit dem Hartz-IV- und Sozialhilfeempfänger in Freizeit- und Kultureinrichtungen Ermäßigungen erhalten.

Berlin - „Ich war wütend, habe zweimal mit der flachen Hand geschlagen – gegen den Kopf“, gestand die 25-Jährige gestern vor Gericht. Sie habe sich unfreundlich behandelt, „abgebürstet“ gefühlt. „Die Mitarbeiterin hat mir nicht gesagt, warum ich den Pass doch nicht kriege“, sagte die Angeklagte.

Cäcilia A. hatte den Berlin-Pass bereits in der Hand. Eine 42-jährige Mitarbeiterin stellte jedoch fest, dass einer Kollegin ein Fehler unterlaufen war. Die Kundin hatte zwar Unterlagen vorgelegt, nicht aber das erforderliche Bewilligungsschreiben des Jobcenters. Der Fall wurde mit der Chefin besprochen. „Im Gang kam mir die Frau bereits aufgebracht entgegen“, sagte die Attackierte. Sie gab ihr die Unterlagen zurück. „Sie ließ mich gar nicht ausreden“, sagte die Zeugin. Als sie den Pass zerriss, rastete Cäcilia A. aus. Weinend entschuldigte sie sich nun. Das Urteil: 600 Euro Geldstrafe. K.G.

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