Mai-Demo : Berufungsprozess gegen Mai-Randalierer hat begonnen

Vor dem Berliner Landgericht hat am Mittwoch der Berufungsprozess gegen einen mutmaßlichen Mai-Randalierer begonnen. Im Oktober vergangenen Jahres war der 30-jährige Italiener wegen Landfriedensbruchs, versuchter Körperverletzung und Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte vom Amtsgericht Tiergarten zu zweieinhalb Jahren Haft verurteilt worden.

Verteidigung und Staatsanwaltschaft hatten Berufung gegen das Urteil eingelegt. Die Verteidigung forderte einen Freispruch und sprach von einer Verwechslung. Die Staatsanwaltschaft plädierte mit drei Jahren Haft für eine härtere Strafe.

Der Sozialarbeiter aus Rom ist angeklagt, bei den Maikrawallen im vergangenen Jahr in Kreuzberg aus einer Gruppe heraus insgesamt 17 Glasflaschen gezielt auf Polizeibeamte geworfen zu haben. Elf davon sollen die Polizisten am Oberkörper getroffen haben. Ob Einsatzkräfte verletzt wurden, konnte nicht festgestellt werden.

Für das Gericht stand damals fest, dass sich der Italiener „bewusst und gezielt“ an den Mai-Randalen beteiligt hatte. Er war kurz vor dem 1. Mai nach Berlin gekommen. Durch die „immense Anzahl“ der in „schneller Abfolge“ durchgeführten Flaschenwürfe habe der Angeklagte eine hohe Gewaltbereitschaft gezeigt, hieß es. Er sei „skrupellos“ gegen Beamte vorgegangen und habe Verletzungen von Zivilpersonen in Kauf genommen.

Der Angeklagte hat zu den Vorwürfen stets geschwiegen. Auch im Wiederholungsprozess machte er dazu keine Angaben. Der Prozess wird am 7. April fortgesetzt. (ddp)

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