Mai-Krawalle : Bewährungsstrafe für Flaschenwürfe auf Polizisten

Ein 29-Jähriger ist wegen Landfriedensbruch und versuchter Körperverletzung verurteilt worden. Der Mann hatte während der Mai-Ausschreitungen in Berlin-Kreuzberg mehrere Flaschen in Richtung der Polizei geworfen.

BerlinWegen Beteiligung an der Randale am 1. Mai ist ein 29-jähriger Mann vom Amtsgericht Tiergarten zu einer Bewährungsstrafe von zwei Jahren verurteilt worden. Der angehende Erzieher wurde wegen schweren Landfriedensbruchs und versuchter gefährlicher Körperverletzung bestraft. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der Angeklagte bei den Ausschreitungen am Rande der Mai-Demonstration in Kreuzberg aus einer gewaltbereiten Gruppe von bis zu 300 Personen heraus mehrere Flaschen in Richtung der Polizei warf. Ob Beamte von den Flaschenwürfen getroffen wurden, war nicht festzustellen.

Im Prozess war der nicht vorbestrafte Mann, der im brandenburgischen Fürstenwalde arbeitet, geständig und zeigte Reue. Er gab an, wegen eines Konzerts am Oranienplatz gewesen zu sein. Plötzlich habe es ein Gerangel gegeben und Leute seien von der Polizei "nicht gerade sanft" zur Seite geschoben worden. "In der Massenhysterie" habe er einfach mitgemacht und auch Gegenstände geworfen, sagte er.

Das Gericht betrachtete das Verhalten des Angeklagten als einen "kurzzeitigen Ausrutscher". Es lägen keine Erkenntnisse vor, dass der 29-Jährige der gewaltbereiten Linken-Szene angehöre. (mit ddp)

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