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Mann aus Neukölln : Haftbefehl für geständigen Moscheen-Brandstifter

30-Jähriger mutmaßlicher Brandstifter aus Neukölln gestand mehr als zehn Anschläge auf Berliner Moscheen und wurde dem Haftrichter vorgeführt.

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Der am Freitagabend festgenommene 30-Jährige hat die Brandstiftungen an mehreren Berliner Moscheen bei der Polizei gestanden. Manuel K. wurde gestern auf Antrag der Staatsanwaltschaft wegen schwerer Brandstiftung dem Haftrichter vorgeführt. Die Ermittler sehen derzeit bei vier Taten einen dringenden Tatverdacht, K. jedoch hat weitere gestanden, mehr als zehn Taten, wie die rbb-"Abendschau" berichtet.

Der Neuköllner, gegen den ein Haftbefehl erging, ist bislang nie der Polizei aufgefallen, weder als Straftäter noch als Rechtsextremist. Ein politischer Hintergrund wird derzeit ausgeschlossen. K. wurde als „einfach strukturiert“ beschrieben, er wollte „Aufmerksamkeit“ erzielen.

Die Kripo war ihm durch eine Kopie eines Zeitungsausschnitts auf die Spur gekommen. Wie berichtet, hatte der Täter an den Moscheen zum Teil wirre Collagen mit Presseartikeln hinterlassen. Da moderne Drucker auf jeder Kopie eine unsichtbare Signatur hinterlassen, ermittelte die Polizei, dass ein Blatt in der Redaktion der Boulevardzeitung "B.Z." kopiert worden war.

Wie sich am Freitag herausstellte, hatte K. die Zeitung um einen Ausschnitt gebeten – die "B.Z."-Journalisten hatten sich jedoch Namen und Adresse gemerkt. Stunden später wurde K. festgenommen und in seiner Wohnung umfangreiches Beweismaterial sichergestellt.

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