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Mehrere schwere Verkehrsunfälle : Drei tödliche Unfälle kurz hintereinander

In Neukölln nahm eine offenbar zu rasante Fahrt mit einem Motorroller ein tragisches Ende: Ein 39-Jähriger tot, ein Neunjähriger in Lebensgefahr.

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Symbolbild Foto: dpa/Patrick Pleul
SymbolbildFoto: dpa/Patrick Pleul

Zwei Menschen sind in Berlin am Montagnachmittag und Dienstagvormittag tödlich verunglückt. Die Zahl der Verkehrstoten in diesem Jahr erhöht sich damit auf fünf.

Wie berichtet verunglückte am Montag ein 39-Jähriger mit seinem Roller auf der Sonnenallee vermutlich durch ein zu riskantes Fahrmanöver tödlich. Sein neunjähriger Sozius wurde lebensgefährlich verletzt. Der Unfall geschah in der Baustelle für die A100, die Sonnenallee ist derzeit dafür in einer engen Kurve verschwenkt. Laut Polizei überholte der 39-Jährige rechts einen Lastwagen, beim Einscheren berührten sich die Fahrzeuge. Der Roller kippte um, der Lastwagen überrollte Mann und Kind. Die Polizei konnte noch nicht sagen, ob und wie die beiden verwandt sind. Die Polizei hat den Unfallort mit modernster Technik digital vermessen, die Sonnenallee war für vier Stunden gesperrt.
Am Dienstag gegen 11.15 Uhr wurde in der Mariendorfer Dederingstraße ein 49-Jähriger von einem Lastwagen erfasst und getötet. Nach bisherigen Ermittlungen soll er dem Fahrer eines Sattelschleppers beim Einparken auf einem Firmengelände geholfen haben. Dabei wurde er von dem 58-jährigen Fahrzeugführer beim Rückwärtsfahren erfasst, gegen ein parkendes Fahrzeug gedrückt und erlitt hierbei lebensgefährliche Verletzungen.

Einen dritten tödlichen Unfall gab es am Montag in Brandenburg. Auf dem Berliner Ring raste gegen 22.30 Uhr ein Mercedes mit hoher Geschwindigkeit von hinten in einen Lastwagen. Zuvor soll der 66-Jährige nach einem Überholvorgang ins Schleudern gekommen sein. Der Lastzug war zwischen Birkenwerder und Mühlenbeck wegen einer Baustelle mit den vorgeschriebenen 60 km/h gefahren.

Weitere schwere Unfälle gab es in Berlin

Am Montag gegen 17.20 Uhr fuhr eine 35 Jahre alte VW-Fahrerin auf der Wisbyer Straße in Prenzlauer Berg in Richtung Bornholmer Straße, als sie verkehrsbedingt bremsen musste. Ein hinter ihr fahrender VW eines 46-Jährigen fuhr auf. Die 35-Jährige verletzte sich bei dem Aufprall so schwer am Rücken, so dass sie noch am Unfallort von einem Notarzt behandelt werden musste.

Laut Zeugenaussagen ohne Licht fuhr eine 21-Jährige gegen 22.30 Uhr mit ihrem Renault auf dem Kottbusser Damm von der Kottbusser Brücke kommend in Richtung Hermannplatz. Kurz vor der Lachmannstraße betrat ein 28 Jahre alter Mann die Fahrbahn, um den Kottbusser Damm zu überqueren. Es kam zum Zusammenstoß, bei dem der Fußgänger mehrere Meter durch die Luft schleuderte und letztlich auf der Fahrbahn liegen blieb. Ein Notarzt versorgte den Mann, der mit schweren Verletzungen in eine Klinik kam. Die Unfallstelle war zwei Stunden gesperrt.

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