Menschenraub : Mutmaßlicher Entführer von Vadim F. vor Gericht

Einer der Entführer des damals 20-jährigen Vadim F. steht derzeit vor dem Berliner Landgericht. Der Mann soll den Abiturienten zusammen mit anderen Mittätern entführt und zwei Wochen lang in einer Neuköllner Wohnung festgehalten haben.

BerlinSeit Montag wird gegen einen weiteren mutmaßlichen Entführer des Russen Vadim F. vor dem Berliner Landgericht verhandelt. Ein 40-jähriger Weißrusse muss sich vor Gericht wegen erpresserischen Menschenraubs verantworten. Gemeinsam mit Mittätern soll er den damals 20-jährigen Abiturienten am 18. August 2006 in Neukölln nach einem Kinobesuch abgepasst und entführt haben.

Der Angeklagte, der im Prozess zunächst keine Angaben machen wollte, wurde vor Gericht vom Opfer sowohl an seiner Stimme als auch an seinem Äußeren als Entführer wiedererkannt. Es sei eindeutig jener, der ihn gefahren, bewacht und später freigelassen habe, sagte der heute 22 Jahre alte Student. Der Augenverband an der Nase habe sich immer gelöst, so dass er durch einen Spalt die Täter sehen konnte.

Vadim F. wurde laut Staatsanwaltschaft von einem jüngeren Mittäter in der Tiefgarage seines Wohnhauses in der Hermannstraße mit vorgehaltener Waffe gezwungen, sich in ein bereitstehendes Auto zu setzen. Der Angeklagte soll den Pkw gefahren und die Wohnung angemietet haben, in welcher der junge Mann festgehalten wurde. Der Abiturient saß 13 Tagen in Geiselhaft in einer Neuköllner Wohnung. Nach Zahlung von 670.000 Euro Lösegeld kam er wieder auf freien Fuß. (jvo/ddp)

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