Messerattacke im U-Bahnhof Klosterstraße : Tatverdächtige Brüder stellen sich

Am Dienstagvormittag haben sich zwei Brüder gestellt, die wegen einer lebensgefährlichen Messerattacke auf einen Mongolen im U-Bahnhof Klosterstraße gesucht wurden. Damit sind alle vier Tatverdächtigen geschnappt.

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Personifikation der Gerechtigkeit: Justitia
Personifikation der Gerechtigkeit: JustitiaFoto: picture alliance / dpa

Die Brüder - einer 18, der andere 20 Jahre - waren seit dem Messerangriff am 9. Mai mit Haftbefehl gesucht worden. Zwei andere mutmaßliche Täter, ein 18-Jähriger und ein 19-Jähriger, waren bereits am 14. Mai verhaftet worden und sitzen bereits in Untersuchungshaft. Die Brüder stellten sich am Dienstagmorgen im Landgericht Moabit; sie sollen noch heute in Untersuchungshaft genommen werden.

Den vier jungen Männern wird gemeinschaftliche gefährliche Körperverletzung vorgeworfen. Sie hatten, wie berichtet, zwei Männer aus der Mongolei rassistisch beleidigt, verfolgt und verprügelt. Auf dem U-Bahnhof Klosterstraße stieß einer der Angreifer - dabei soll es sich um den 20-Jährigen handeln - einem 25-jährigen Mongolen ein Messer in den Bauch; ein anderer Täter stieß den lebensgefährlich Verletzten ins Gleisbett. Die Täter ließen erst von ihrem Opfer ab, als sich der 24-jährige Begleiter des Schwerverletzten zur Wehr setzte. Das Tatgeschehen wurde von BVG-Überwachungskameras aufgezeichnet; anhand dieser Aufnahmen konnten die Verdächtigen identifiziert werden. Der 25-Jährigen hatte den Messerangriff nur durch zwei Notoperationen überlebt.

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