Moabit : Maskierte Jugendgang überfällt Supermarkt

Von den fünf Maskierten, die am Samstag einen Supermarkt in Moabit überfallen haben, hat die Polizei inzwischen vier geschnappt. Einer war jedoch zu jung, um ihn dem Haftrichter vorzuführen.

BerlinAls ein 21-jähriger Mitarbeiter eines Supermarktes in der Wiclefstraße in Moabit kurz vor Ladenschluß um 17:20 Uhr die Regale einräumte, stürmten plötzlich fünf Maskierte den Laden. Sie umstellten den jungen Mitarbeiter und zwangen ihn, die Kasse zu öffnen. Eine der Kassen jedoch konnte der Angestellte nicht öffnen, worauf ihn die Bande zu Boden schlug und mit Waffen auf ihn einprügelte.

Währenddessen konnten seine Kolleginnen die Polizei alarmieren. Als diese eintraf, waren die Täter mit dem Geld bereits geflüchtet. Das 21-jährige Opfer wurde in ein Krankenhaus gebracht, wo mehrere Prellungen behandelt wurden. Alle anderen Angestellten sowie diverse Kunden blieben unverletzt. Die Polizei suchte die nähere Umgebung ab.

Ein Zeuge konnte den Ermittlern einen wichtigen Tipp geben. Er hatte die Täter beobachtet, wie sie ganz in der Nähe des Tatortes in einem Hausflur verschwanden. Dort fand die Polizei auch fünf Verdächtige. Den Ältesten von ihnen, einen 25-Jährigen, ließ man heute wieder frei. Er hatte mit dem Überfall nichts zu tun, wie ein Sprecher mitteilt.

Auch der Jüngste der Festgenommenen wurde sofort wieder auf freien Fuß gesetzt. Das Kind im Alter von 13 Jahren ist strafunmündig. Drei Verdächtige führte die Polizei dann heute dem Haftrichter vor. Der soll gegen einen 15-Jährigen, einen 16-Jährigen und einen 17-Jährigen Haftbefehl erlassen. Die Jugendlichen seien bisher wegen "weniger Straftaten" polizeilich auffällig geworden. (mist)

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